2. November 2016, 15:38
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Kritik an Wirtschaftsweisen für Rentenvorschlag

Mit der Forderung nach einer Rente mit 71 haben die “Wirtschaftsweisen” die Debatte um die geplante Rentenreform angeheizt. In ihrem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Jahresgutachten plädieren sie für eine Koppelung des Rentenalters an die steigende Lebenserwartung.

Opting-out-nahles in Kritik an Wirtschaftsweisen für Rentenvorschlag

Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) will kein höheres Renteneintrittsalter.

Dieser Vorschlag würde bis zum Jahr 2080 bei einer Lebenserwartung von 88 Jahren für Männer und 91 Jahren für Frauen zu einem gesetzlichen Renteneintrittsalter von 71 Jahren führen, so die Regierungsberater. “Damit in der langen Frist ab dem Jahr 2030 der Beitragssatz weniger nach oben und das Sicherungsniveau weniger nach unten angepasst werden müssen, ist eine weitere Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters notwendig”, so der Wirtschafts-Sachverständigenrat. Die Dauer des Rentenbezugs müsste dann nicht immer weiter ansteigen. Für 2060 diskutiert er ein Rentenalter von 69 Jahren.

Mit der Rente mit 71 Jahren ergäben sich laut den Gutachtern im Jahr 2080 ein Sicherungsniveau von 42,1 Prozent und ein Beitragssatz von 23,9 Prozent. Eine höhere Untergrenze für das Sicherungsniveau, etwa 45 Prozent, würde höhere Beitrage erfordern, warnen die Gutachter.

Nahles gegen höheres Rentenalter

Nahles wandte sich gegen ein höheres Renteneintrittsalter. “Dazu sind die Lebensumstände, Gesundheitszustände und die persönlichen Planungen zu unterschiedlich”, sagte ein Sprecher ihres Ministeriums. Nach geltender Rechtslage steigt das Renteneintrittsalter auf 67 bis 2029. Um dies auch in der Realität besser zu ermöglichen, seien noch Hausaufgaben zu machen, auch in den Unternehmen, sagte der Sprecher.

Nahles gehe es eher um eine Flexibilisierung des Renteneintritts. Wer länger arbeiten könne und wolle, solle das dürfen. Wer nicht bis zum normalen Rentenalter arbeiten könne, solle früher aufhören können. Das im Oktober im Bundestag verabschiedete Flexi-Renten-Gesetz sei ein Schritt in diese Richtung. Teilzeitarbeit und Teilrentenbezug können mit den Gesetz künftig besser kombiniert werden.

Seite zwei: Heftige Kritik von Verdi

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1 Kommentar

  1. Grundsätzlich ist es ja zu begrüßen, dass man über das Rententhema und eine längst fällige Reform nachdenkt. Nur ob es der richtige Weg ist wie die Totaltheoretiker vorschlagen ist doch mehr als fraglich. Das ist doch das Rezept, das sich schon seit vielen Jahren als gescheitert offenbart.
    Nein dieses Raubrittertum und staatliche Enteigungsmodell muss dringend geändert werden.
    Mein Vorschlag ist, dass man einmal nach Österreich schaut warum die Rentner dort ein deutlich höheres Rentenniveau haben als in Deutschland. Es ist doch so, dass durch das niedrige Rentenniveau die Altersarmut gerade zu geschürt wird. Nach der Ansicht der Wirtschaftsweisen wird die Rente immer weiter nach hinten verschoben, was irgendwann einmal dazu führt, dass man zwar noch Beiträge entrichtet aber der Rückzahlungszeitraum gleich null sein wird. Das kann man dann als staatliche verordnete Enteignung betrachten.
    Es sollte ein System geschaffen werden, das dafür sorgt, dass die Beiträge in zwei unterschiedliche besser drei Anlageformen überführt werden.
    Die gesamten Leistungen aus AG – Anteil und AN- Anteil werden gesplittet und zwar :
    1. Grundabsicherung bei der Deutschen Rente.
    1/ 3 des Beitrags
    2. Anlage bei Versicherungsunternehmen als Rentenversicherung (analog Rürupp- Rente ) mit Verfügungssperre bis Renteneintritt 1/3 des Beitrags mit Vererbungsmöglichkeit
    3. Zwingende Kapitalanlage in Sachwert Anlagen ( AIF ) mit Mindestlaufzeit 10 Jahre
    Natürlich kann man das nicht von heute auf morgen machen, sondern einen Stichtag festlegen, von dem an es schrittweise eingeführt wird.
    Wie sollen Menschen für die Rente vorsorgen ,wenn man vorher so geschröpft wird, dass nichts mehr übrig bleibt was man zusätzlich sparen kann.

    Kommentar von Uwe Hummel — 4. November 2016 @ 13:59

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