Anzeige
8. März 2016, 09:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Lebensleistungsrente: Widerstand in der Union

Die Koalitionspläne für eine “Lebensleistungsrente” für Menschen mit geringen Altersbezügen stoßen in der Union auf Widerstand. “Es kann nicht sein, dass wir Renten aufstocken, nur weil über einen langen Zeitraum hinweg niedrige Beiträge gezahlt worden sind”, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Max Straubinger, der “Passauer Neuen Presse”.

Flexi-Rente in Lebensleistungsrente: Widerstand in der Union

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD eine “solidarische Lebensleistungsrente” für Versicherte mit kleiner Rente vereinbart, die 40 Jahre Rentenbeiträge gezahlt haben.

“Oftmals führen bewusste Entscheidungen im Berufsleben zu niedrigen Ansprüchen. Viele Frauen arbeiten halbtags oder in 450-Euro-Jobs”, so Straubinger. Diese hätten mit der Lebensleistungsrente einen Vorteil gegenüber Vollzeitbeschäftigten.

“Fragwürdige Verteilungswirkungen”

“Jeder Beitrags-Euro zählt gleich. Das ist ein Grundprinzip unserer Rentenversicherung”, mahnte Straubinger. “Die Lebensleistungsrente widerspricht diesem Ansatz.”

Kritik kommt auch aus der CDU. Das Vorhaben führe zu “fragwürdigen Verteilungswirkungen und schweren Systembrüchen”, heißt es warnend in einem Positionspapier der CDU-Politiker Carsten Linnemann, Stefan Heck und Paul Ziemiak, das der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Dienstag) vorliegt.

Merkel als Unterstützerin

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD eine “solidarische Lebensleistungsrente” für Versicherte mit kleiner Rente vereinbart, die 40 Jahre Rentenbeiträge gezahlt haben.

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hatte jüngst einen Gesetzentwurf noch für dieses Jahr angekündigt. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) steht hinter dem Vorhaben: Die Sorge, jetzt werde nur noch Geld für Flüchtlinge ausgegeben, sei unbegründet, sagte sie der “Bild am Sonntag”. Geplant seien weitere soziale Verbesserungen etwa bei der Rente.

Straubinger forderte eine Trennung zwischen beitragsfinanzierter Rentenleistung und der steuerfinanzierten Grundsicherung im Alter, die das Existenzminium sichert. Sein Vorschlag: “Um denjenigen zu helfen, die lange – oft 35 oder 40 Jahre – eingezahlt haben und dennoch nur geringe Ansprüche erreichen, sollten wir über einen Aufschlag bei der Grundsicherung nachdenken.”

Quelle: dpa-Afx

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

Pflege: Kostenhalbierung durch Roboter

Das Online-Portal Haushaltswiki.de hat ermittelt, welchen Beitrag Pflegeroboter zur Lösung des Fachkräftemangels leisten können. Demnach werden die Roboter 300.000 Arbeitsplätze im Pflegebereich ersetzen. Die Kosten für einen Pflegeheimplatz könnten von derzeit 3.000 Euro monatlich auf 1.300 Euro sinken.

mehr ...

Immobilien

Mietminderung: Was zu beachten ist

Schimmel, Lärm und eine defekte Heizung reduzieren den Wert einer Wohnung deutlich. Wann man die Miete mindern kann und worauf man dabei achten muss, wissen die Immobilienexperten von Plusforta.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Asset Management: Börsengang noch in diesem Jahr unwahrscheinlich

Die Deutsche Bank will sich beim geplanten Börsengang ihrer Fondstochter nicht hetzen lassen. Laut Deutsche-Bank-Chef John Cryan ist es unwahrscheinlich, dass die Deutsche Asset Management noch in diesem Jahr an die Börse geht.

mehr ...

Berater

Deutsche Bank erwägt Nullrunde für Aktionäre

Die Deutsche Bank denkt darüber nach , die Dividende in diesem Jahr ausfallen zu lassen. Laut Deutsche-Bank-Chef John Cryan steht eine Entscheidung hierzu noch aus. Eigentlich hatte das Institut versprochen, für 2017 eine Dividende von elf Cent pro Aktie zu zahlen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance investiert in Wohnungen in Spanien

Die Deutsche Finance Group aus München will zusammen mit internationalen Partnern für über 100 Millionen Euro ein Portfolio aus Wohnimmobilien in Barcelona und Madrid aufbauen.

mehr ...

Recht

Achtung, Erbe! Welche Steuerfallen beim Nachlass lauern

Welche Steuerfallen lauern beim Vererben und mithilfe welcher Strategien kann man seine Steuerlast optimieren? Dies erklärt Rechtsanwalt Carl-Christian Thier von der deutsch-amerikanischen Kanzlei Urban Thier & Federer P.A. in seinem Gastbeitrag.

mehr ...