9. August 2016, 09:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Munich Re: Finanzgeschäfte retten das Katastrophen-Quartal

Munich-Re-Chef von Bomhard, der in seinem letzten vollen Jahr an der Konzernspitze bereits eine Gewinnwarnung abgeben musste, sieht das gekappte Jahresziel nun in Reichweite. Insgesamt soll die Munich Re 2,3 Milliarden Euro verdienen, rund ein Viertel weniger als im Vorjahr. Dabei drückt die Sanierung der Erstversicherungstochter Ergo aufs Ergebnis. Im zweiten Quartal schlug sie mit 160 Millionen Euro zu Buche.

Ergo rutschte in die roten Zahlen

Ergo selbst rutschte mit 34 Millionen Euro in die roten Zahlen – obwohl das Unternehmen ebenso wie die Rückversicherungssparte kaum für die Unwetterschäden in Deutschland vom Mai und Juni geradestehen musste. Der seit rund elf Monaten amtierende Ergo-Chef Dr. Markus Rieß will den Versicherer für die digitale Welt rüsten. Der Umbau soll bis Ende des Jahrzehnts gut eine Milliarde Euro kosten.

Finanzgeschäfte als Retter

Gut lief es für die Munich Re unterdessen an den Finanzmärkten. Weil der Konzern vor allem im Rückversicherungsgeschäft stärker auf Dollar und Yen als auf das britische Pfund setzte, konnte er im zweiten Quartal insgesamt Währungsgewinne von 340 Millionen Euro einstreichen. Der Verkauf von älteren, hochverzinsten Anleihen brachte dem Unternehmen rund 900 Millionen Euro.

Ein Teil dieser Gewinne kommt den Kunden in der Lebensversicherung zugute, deren Policen unter den anhaltenden Niedrigzinsen leiden. Insgesamt konnte die Munich Re ihr Kapitalanlageergebnis um neun Prozent auf 2,75 Milliarden Euro steigern. (dpa-AFX)

Foto: Munich Re

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Getsafe-Chef Wiens: “Insurtechs sind krisenfest”

In der vergangenen Woche ist das US-amerikanische Insurtech Lemonade an die Börse gegangen, das Versicherungen per Smartphone-App anbietet. Der Aktienwert hat sich binnen 24 Stunden verdoppelt, die Bewertung des Unternehmens lag kurzfristig bei über vier Milliarden Dollar. Für Christian Wiens, CEO und Gründer des Wettbewerbers Getsafe, ist dies “ein positives Signal”.

mehr ...

Immobilien

Cash.EXTRA Wohngebäude-Versicherung: Schutz vor Extrem-Risiken

Eine Immobilie ist ein wertvoller Besitz. Egal ob Haus oder Wohnung. In beidem stecken erhebliche Werte. Daher sollte der Versicherungsschutz für Haus und Wohnen eigentlich essenziell sein, ist es aber bei Weitem nicht. Mit welchen Herausforderungen Versicherer und Assekuradeure zu kämpfen haben, zeigt das Cash.Extra Wohngebäudeversicherung mit Domcura-Produktvorstand Rainer Brand, Thomas Nairz, Hauptbevollmächtigter bei Iptiq Deutschland und Michael Neuhalfen, Leiter Vertrieb bei der Alte Leipziger Allgemeine.

mehr ...

Investmentfonds

Grönemeyer initiiert neuen Gesundheitsfonds

„Medizin mit Herz und Seele“. Das ist das Motto von Professor Dietrich Grönemeyer. Der Arzt, Wissenschaftler, Publizist, Unternehmer und Investor ist bisher an einer Reihe von nichtbörsennotierten Unternehmen beteiligt. Jetzt hat er einen Gesundheitsfonds initiiert, der seinen Namen trägt, den „Grönemeyer Gesundheitsfonds Nachhaltig“.

mehr ...

Berater

Wenn das Smartphone zur Versicherungszentrale wird

Das Smartphone dürfte sich in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Vertriebskanal für Versicherungen entwickeln. Zwar haben bislang nur sechs Prozent der Bundesbürger eine Versicherung über ihr Smartphone abgeschlossen, jeder Dritte (33 Prozent) kann es sich aber in Zukunft vorstellen. Das ist das Ergebnis einer Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

ifo Institut: Ein Fünftel der deutschen Firmen hält sich für gefährdet

Ein gutes Fünftel der deutschen Unternehmen sieht sein Überleben durch die Coronakrise gefährdet. Das ergibt sich aus der neuesten Umfrage des ifo Instituts. 21 Prozent der Firmen antworteten im Juni, die Beeinträchtigungen durch Corona seien existenzbedrohend. „In den kommenden Monaten könnte sich eine Insolvenzwelle anbahnen“, sagt ifo-Forscher Stefan Sauer. Welche Branche sich als besonders gefährdet einschätzt.

mehr ...