Anzeige
4. November 2016, 08:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BU-Prämienanpassung: Branche gibt sich gelassen

Die geplante Absenkung des Höchstrechnungszinses in der Lebensversicherung könnte auch für Kunden von Risikoversicherungen Folgen haben. Insbesondere der sogenannte Brutto-Netto-Spread in der BU böte Ansätze für Prämienerhöhungen – doch die Versicherer wiegeln ab.

Nettoprämie

Bernhard Rapp, Canada Life: “Unsere Kunden erhalten über die gesamte Vertragslaufzeit ein garantiertes Preis-Leistungs-Verhältnis.”

Nach Einschätzung von Dr. Reiner Will, Geschäftsführer der Ratingagentur Assekurata, wird es künftig bei Sterbegeld, Risikolebens- und vor allem auch bei Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) zu Beitragserhöhungen kommen.

BU-Experte Lars Herrmann, ebenfalls für Assekurata tätig, rät Kunden und Vermittlern vor diesem Hintergrund dazu, bei Preisvergleichen in der BU-Versicherung in Zukunft noch stärker als ohnehin schon neben der Nettoprämie auch die Bruttoprämie “im Auge zu haben”.

Brutto versus Netto

In der Berufsunfähigkeitsversicherung verkörpern die Nettoprämie und die Bruttoprämie die beiden möglichen Zahlungsoptionen für den Versicherten: Dieser kann im ersten Fall die zu Beginn festgelegte Bruttoprämie in gleich bleibender Höhe über die gesamte Vertragslaufzeit einzahlen – im Gegenzug bekommt er die von seinem Versicherer am Kapitalmarkt erzielten Überschüsse am Vertragsende ausgezahlt.

Die meisten Kunden entscheiden sich aber für die zweite Variante: Die Zahlung der Nettoprämie. Hier zieht der Versicherer die erwirtschaftete Überschussbeteiligung sofort ab, sodass die Prämie augenblicklich sinkt.

Der Haken: Während der Bruttobeitrag vertraglich festgelegt ist, bleibt der Nettobeitrag regelmäßigen Änderungen unterworfen. Denn die Überschüsse sind nicht garantiert, sondern hängen von der Entwicklung der Kapitalanlagen ab. Der Versicherer darf daher gegebenfalls die Prämie jährlich anpassen. Der Bruttobeitrag stellt die mögliche Höchstgrenze dar.

Seite zwei: Branche gibt sich gelassen

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...