Pflegepolicen: Kampf gegen die Lücke

Die Versicherungswirtschaft, die bislang lediglich über drei Millionen Deutsche mit privaten Pflegezusatzversicherungen (einschließlich der staatlich bezuschussten Pflege-Bahr-Tarife) versorgt hat, stellt sich angesichts dieser Entwicklung auf ein zunehmendes Absatzpotenzial in der Bevölkerung ein.

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Doch so einfach liegen die Dinge nicht. Denn in der Praxis haben es die Versicherer oftmals mit Menschen zu tun, die herzlich wenig mit dem Wesen gemein haben, das in den Lehrbüchern der Neoklassik als „Homo oeconomicus“, dem rational agierenden Nutzenmaximierer, beschrieben wird.

Menschlicher Hang zur Verdrängung

Da wäre zum Beispiel der menschliche Hang zur Verdrängung. So erkennen viele Menschen ein gesellschaftliches Problem nicht notwendigerweise auch als eines an, das sie persönlich angeht.

Exemplarisch zeigt sich dies an der Reaktion einer 40-jährigen Frau mit drei Kindern, von der die Marktforscher in der DKV-Studie berichten: „Bei dem Thema kommen mir nur schlimme Bilder vor Augen. Wenn man mal was im Fernsehen dazu sieht, schalte ich auch sofort um. Ich gehöre da eher zu denen, die sich erst damit beschäftigen, wenn es wahrscheinlich schon zu spät ist. Ich versuche einfach, positiv zu denken.“

Seite drei: Maßnahmenpaket PSG I und II

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