27. April 2016, 07:32
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Rentendebatte: Merkel setzt auf Konsens mit der SPD

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält das Rentensystem in Deutschland bis 2029 für stabil und zukunftsfest. Für die Zeit nach 2030 müsse man sich Gedanken machen, sagte Merkel laut Teilnehmerkreisen bei einer Fraktionssitzung der Union am Dienstag in Berlin.

Rentendebatte: Merkel setzt auf Konsens mit der SPD

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht für die Zeit nach 2030 Handlungsbedarf bei der Rente.

Sie bekräftigte, die Diskussion um die Rente aus dem Bundestagswahlkampf im kommenden Jahr heraushalten zu wollen. Für eine Rentenreform strebt sie einen Konsens mit dem Koalitionspartner an. Mit solchen gemeinsamen Beschlüssen habe man in Deutschland gute Erfahrungen gemacht.

SPD will Rentendebatte nicht weiter anheizen

Die SPD machte deutlich, dass sie die – auch von Parteichef Sigmar Gabriel befeuerte – Rentendebatte nicht weiter anheizen will. Fraktionschef Thomas Oppermann betonte, zunächst müssten aus dem Koalitionsvertrag die Projekte Solidarrente, Reform der Betriebsrenten sowie eine Angleichung der Ost-West-Renten angegangen werden. Bis zur Vorlage fertiger Konzepte sollte öffentlich nicht mehr über Prozentsätze und Instrumente geredet werden: “Das ist die Meinung auch von Sigmar Gabriel und der ganzen SPD”, betonte Oppermann.

Gabriel hatte gefordert, das Rentenniveau müsse auf heutigem Niveau bleiben. Gemeint ist das Verhältnis der Renten zu den Löhnen. Heute liegt es bei rund 48 Prozent, unter 43 Prozent darf es gemäß geltender Gesetzeslage bis 2030 nicht fallen. Korrekturen würden etliche Milliarden kosten. Anders als Gabriel wies Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) darauf hin, dass das Sicherungsniveau der Altersversorgung auf heutigem Stand bleiben sollte. Dazu zählen neben der gesetzlichen Rente auch private und betriebliche Altersvorsorge.

“Mindestrente als Schwester des Mindestlohns”

Gabriel erklärte nach Angaben von Teilnehmern in einer Sitzung der SPD-Fraktion, es solle derzeit keine Instrumenten-, sondern eine Wertedebatte geführt werden. Ziel der SPD sei es, eine Mindestrente “als Schwester des Mindestlohns” zu haben. Eine Anhebung des Rentenalters von 67 Jahren schließt die SPD aus. Gabriel will die Rentengerechtigkeit zu einem Hauptthema der Sozialdemokraten im Bundestagswahlkampf 2017 machen.

Seite zwei: Union-Sprecher: “Rentenniveau nicht unter 45 Prozent sinken lassen”

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1 Kommentar

  1. Die Rente darf nicht unter 45% fallen-rührige Forderung aus der CDU.
    Dies geht aber 100% nicht, wenn Sie alles bis 2030 unverändert lassen Frau
    Merkel. So hat sich die Rentenhöhe seit Einführung der Riesterrente von 67% auf 47% gesenkt. Wieder mal eine Politik des aufschiebens -zu Lasten unserer Kinder.
    Ganz ehrlich, ich kann es nicht nachvollziehen, wie gemütlich es sich die Politiker, statt anzupacken,
    machen.
    Wirklich kein Wunder, wenn Sie bald nicht mehr gewählt werden.

    Kommentar von Wilfried Strassnig — 28. April 2016 @ 08:31

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