„Riester-Renditen können sich sehen lassen“

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich angesichts der Alterung der Gesellschaft für einen späteren Rentenbeginn ausgesprochen. Würde die Umsetzung des Vorschlags den Druck auf die Menschen mildern, privat für das Alter vorzusorgen?

Nobis: Der Vorschlag von Schäuble ist nicht neu und nach wie vor sinnvoll. Wir müssen die gesetzliche Rente demografiefest machen. Die Formel ist doch denkbar einfach. Wer wenig für die Finanzierung der umlagefinanzierten Rente tut, also wer keine oder wenig Kinder in die Welt setzt und wer wenig Einkommen generiert und dadurch wenig Beiträge zahlt, kann in einer immer älter werdenden Gesellschaft auch keine hohe Rente erwarten. Das muss man den Menschen aber auch einmal deutlich sagen. Die Blüm’sche GRV-Propaganda hat die Vollkasko-Mentalität in Bezug auf die gesetzliche Rente über zu viele Jahre zementiert. Wir brauchen einen Mix an Maßnahmen, eine Stärkung der drei Säulen der Alterssicherung und vor allem eine bessere Aufklärung der Bürger. Dann wird es auch weniger Altersarmut und damit glücklichere Menschen geben.

Hier geht es zum ersten Teil des Interviews mit Frank Nobis.

Interview: Lorenz Klein

Foto: Michael Sommer

 

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