24. Mai 2016, 10:54
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“Riester-Renditen können sich sehen lassen”

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich angesichts der Alterung der Gesellschaft für einen späteren Rentenbeginn ausgesprochen. Würde die Umsetzung des Vorschlags den Druck auf die Menschen mildern, privat für das Alter vorzusorgen?

Nobis: Der Vorschlag von Schäuble ist nicht neu und nach wie vor sinnvoll. Wir müssen die gesetzliche Rente demografiefest machen. Die Formel ist doch denkbar einfach. Wer wenig für die Finanzierung der umlagefinanzierten Rente tut, also wer keine oder wenig Kinder in die Welt setzt und wer wenig Einkommen generiert und dadurch wenig Beiträge zahlt, kann in einer immer älter werdenden Gesellschaft auch keine hohe Rente erwarten. Das muss man den Menschen aber auch einmal deutlich sagen. Die Blüm’sche GRV-Propaganda hat die Vollkasko-Mentalität in Bezug auf die gesetzliche Rente über zu viele Jahre zementiert. Wir brauchen einen Mix an Maßnahmen, eine Stärkung der drei Säulen der Alterssicherung und vor allem eine bessere Aufklärung der Bürger. Dann wird es auch weniger Altersarmut und damit glücklichere Menschen geben.

Hier geht es zum ersten Teil des Interviews mit Frank Nobis.

Interview: Lorenz Klein

Foto: Michael Sommer

 

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1 Kommentar

  1. Die Argumentation der Politiker erinnert an “Haltet den Dieb”: Würde die Steuer nicht jährlich zugreifen (mit Ausnahme bei Kapitallebensversicherungsverträgen), hätten die Alterssparer bei den beiden anderen Säulen eine andere Rendite. Warum macht man es nicht so wie in andren Ländern, wo es bis zu einem bestimmten Höchstbetrag ein Altersvorsorgesparkonto gibt, auf dem die Steuer eben nicht zuschlägt. Dies garniert mit staatlicher Förderung für Geringverdiener bei der bAV, ein Stop für die unerträgliche, nachträgliche Belastung der bAV mit KV-Beiträgen, und schon wäre das Rentenkonzept nachhaltiger!

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 25. Mai 2016 @ 10:19

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