25. Februar 2016, 09:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Skandal um Kreditversicherungen belastet Lloyds

Der Skandal um unnütze Kreditversicherungen hat die britische Großbank Lloyds im vergangenen Jahr wieder schwer belastet. Der Überschuss sackte um 36 Prozent auf 956 Millionen Pfund (rund 1,21 Milliarden Euro) ab, wie das Institut am Donnerstag mitteilte.

Skandal um Kreditversicherungen belastet Lloyds

Lloyds war in der Finanzkrise 2008 vom britischen Steuerzahler mit 20 Milliarden Pfund gerettet worden.

Die Bank legte weitere vier Milliarden Pfund für Entschädigungen von Kunden zur Seite, denen sie sinnlose Kreditausfallversicherungen angedreht hatte.

Der Skandal hat Lloyds damit nun bereits rund 16 Milliarden Pfund gekostet, mehr als jede andere britische Bank. Bereinigt um diese Sonderbelastungen und die Kosten für den Konzernumbau wuchs der Gewinn um fünf Prozent auf 8,1 Milliarden Pfund und traf damit die Erwartungen von Analysten. Die Dividende soll nun von 0,75 auf 2,25 Pence je Aktie steigen.

Fortschritte im operativen Geschäft

Lloyds war in der Finanzkrise 2008 vom britischen Steuerzahler mit 20 Milliarden Pfund gerettet worden. Im Gegenzug übernahm der Staat fast 40 Prozent der Anteile. Inzwischen hat die Regierung mehrfach Aktienpakete mit Gewinn verkauft. Derzeit halten die britischen Steuerzahler noch 9,2 Prozent der Lloyds-Anteile.

Der geplante Komplett-Ausstieg liegt derzeit aber wegen des Kurssturzes an den Börsen auf Eis. Im operativen Geschäft hatte Lloyds zuletzt Fortschritte gemacht. Die Bank trennte sich in den vergangenen Jahren von einem Großteil ihres Auslandsgeschäfts und konzentriert sich nun vor allem auf britische Kunden.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DISQ: Die besten Kfz-Versicherer

Und es gibt erhebliche Preis-Leistungs-Unterschiede in der Kfz-Versicherung. Im Idealfall lassen sich bis zu 80 Prozent einsparen. Das zeigt das neue DISQ-Rating unter 27 Kfz-Versicherern, darunter 19 Filial- sowie acht Direktversicherer. Drei Einzeltarife erhielten ein „sehr gut“. Auf Platz eins kamen der Marktführer HUK-Coburg und  der Direktversicherer CosmosDirekt.

mehr ...

Immobilien

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Investmentfonds

Candriam erweitert Team für Schwellenländeraktien

Candriam holt Galina Besedina als Senior Emerging Markets Equity Analystin und Portfoliomanagerin. Besedina berichtet direkt an Jan Boudewijns, Head of Emerging Markets Equity. Sie verfügt über mehr als 13 Jahre Berufserfahrung und ergänzt das seit 1994 bestehende Kernteam in Paris. Candriam verwaltet im Bereich der Schwellenländeraktien derzeit ein Vermögen von mehr als 2,5 Milliarden Euro.

mehr ...

Berater

Plansecur-Messe 2020 komplett digital

Die Finanzberatungsgruppe Plansecur lädt zu ihrer coronabedingt ersten virtuellen Finanzplanungsmesse ein. Auf der ausschließlich für geladene Berater und Partner geöffneten Online-Veranstaltung werden rund 400 Teilnehmer erwartet.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Negative Zinsen auch im Immobilienbereich nicht mehr ausgeschlossen”

Die Perspektiven für den deutschen Wohnimmobilienmarkt sind günstig, auch wegen der weiter gesunkenen Zinsen. Dieses Bild zeichnete Prof. Dr. Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) anlässlich einer Online-Konferenz der Project Unternehmensgruppe. 

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...