Skandal um Kreditversicherungen belastet Lloyds

Der Skandal um unnütze Kreditversicherungen hat die britische Großbank Lloyds im vergangenen Jahr wieder schwer belastet. Der Überschuss sackte um 36 Prozent auf 956 Millionen Pfund (rund 1,21 Milliarden Euro) ab, wie das Institut am Donnerstag mitteilte.

Lloyds war in der Finanzkrise 2008 vom britischen Steuerzahler mit 20 Milliarden Pfund gerettet worden.

Die Bank legte weitere vier Milliarden Pfund für Entschädigungen von Kunden zur Seite, denen sie sinnlose Kreditausfallversicherungen angedreht hatte.

Der Skandal hat Lloyds damit nun bereits rund 16 Milliarden Pfund gekostet, mehr als jede andere britische Bank. Bereinigt um diese Sonderbelastungen und die Kosten für den Konzernumbau wuchs der Gewinn um fünf Prozent auf 8,1 Milliarden Pfund und traf damit die Erwartungen von Analysten. Die Dividende soll nun von 0,75 auf 2,25 Pence je Aktie steigen.

Fortschritte im operativen Geschäft

Lloyds war in der Finanzkrise 2008 vom britischen Steuerzahler mit 20 Milliarden Pfund gerettet worden. Im Gegenzug übernahm der Staat fast 40 Prozent der Anteile. Inzwischen hat die Regierung mehrfach Aktienpakete mit Gewinn verkauft. Derzeit halten die britischen Steuerzahler noch 9,2 Prozent der Lloyds-Anteile.

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Der geplante Komplett-Ausstieg liegt derzeit aber wegen des Kurssturzes an den Börsen auf Eis. Im operativen Geschäft hatte Lloyds zuletzt Fortschritte gemacht. Die Bank trennte sich in den vergangenen Jahren von einem Großteil ihres Auslandsgeschäfts und konzentriert sich nun vor allem auf britische Kunden.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

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