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18. November 2016, 09:55
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SPD-Politiker Lauterbach: Kein Jobverlust durch Bürgerversicherung

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat der Prognose widersprochen, dass die Einführung einer Bürgerversicherung zu einem massiven Arbeitsplatzverlust bei privaten Krankenkassen führen würde.

Lauterbach Karl in SPD-Politiker Lauterbach: Kein Jobverlust durch Bürgerversicherung

Karl Lauterbach ist Mitglied des Deutschen Bundestags.

“Auch die privaten Krankenkassen könnten in unserem Modell die Bürgerversicherung anbieten. Da gingen überhaupt keine Jobs verloren”, sagte er der “Passauer Neuen Presse” (Freitag).

Im Gesundheitssystem werde jeder Arbeitsplatz benötigt. “Wenn es gelingen würde, in der Verwaltung ein paar tausend Stellen abzubauen, könnten 10.000 bis 20.000 Pflegerinnen und Pfleger zusätzlich eingestellt werden”, sagte Lauterbach.

SPD, Grüne und Linke wollen Bürgerversicherung

Eine Studie im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung rechnet dagegen vor, dass eine gesetzliche Krankenversicherung für alle dazu führen würde, dass in der privaten Krankenversicherung zwischen 22.700 und 51.000 Stellen abgebaut werden müssten. Die Zahlen variieren je nach Ausstiegsszenario. Das Modell einer Bürgerversicherung wird von SPD, Grünen und Linken favorisiert. (dpa-AFX)

Foto: spdfraktion.de (Susie Knoll/Florian Jänicke)

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2 Kommentare

  1. “Wenn es gelingen würde, in der Verwaltung ein paar tausend Stellen abzubauen, könnten 10.000 bis 20.000 Pflegerinnen und Pfleger zusätzlich eingestellt werden” ja, und auch die Migranten und das freiwerdende Personal bei “Kaisers Tengelmann, von VW, uns so weiter. Zukünftig wird die “Pflege”, schlecht bezahlt, im Personal schwimmen. Was Herr Lauterbach rauchen und trinken Sie, was ich nicht kenne, um so einen Blödsinn daher zu reden? Es bestätigt sich mal wieder: keine Ahnung vom Pflegealltag und den Anforderungen, aber eine dicke Lippe riskieren. Nur weiter so, da zeigt sich doch die Kompetenz unserer Volksvertreter für die nächste Bundestags-Wahl.

    Kommentar von Doris Duebbert — 21. November 2016 @ 08:10

  2. Prof. Dr. Lauterbach irrt sich in seiner nachgerade kindlich erscheinenden Naivität hinsichtlich der privaten Versicherungswirtschaft.
    Der von ihm in einer Form der unvollständigen Einfachsaldierung präferierten Umwidmung von heutigen PKV-Arbeitsplätzen in morgige Pflegerinnen und Pfleger dürften nicht einmal seine Parteigenossen
    Glauben schenken.
    Wir wissen doch, dass konkurrenzlos arbeitende Körperschaften des Öffentlichen Rechts (zB BAMF, Bundesagentur für Arbeit) nicht nur nicht kundenorientiert, sondern häufig auch höchst ineffizient arbeiten.
    Eine Bürgerversicherung, welche sich auf ein Umlagesystem stützt, führt nicht nur -wie schon bisher bei der GKV-Finanzierung -zu sich ständig erhöhenden Steuerzuschüssen, sondern entfernt sich
    von jeder generationengerechten Nachhaltigkeit.
    Die PKV ist demgegenüber ein sich selbsttragendes System, welches ungeachtet seiner in der jetzigen
    Niedrigzinsphase zu Tage tretenden Defizite, die nachfolgenden Generationen nicht mit ungedeckten
    Schecks bedenkt. Dieses “duale System” von GKV und PKV, welches in Deutschland seit Jahrzehnten einer der tragenden Pfeiler eines Gesundheitssystems ist,
    welches die ganze Bevölkerung mit innovativer Medizin
    und Behandlung zu versorgen in der Lage gewesen ist, sollte nicht einer von politischen “Gerechtigkeitsmotiven” geopfert werden. Ein heute privat versicherter Facharbeiter oder ein Handwerksmeister kann mit seiner PKV unter Umständen eine bessere medizinische Versorgung erhalten, als ein gesetzlich versicherter Vorstandsvorsitzender (natürlich nur in der Theorie, da
    der VV natürlich besondere Zugangswege zur Hochleistungsmedizin hat).
    Die vermeintliche “Gleichheit” aller Menschen in der Bürgerversicherung führt dazu, dass eben doch manche Menschen “gleicher” als andere sind.
    Ich erinnere mich noch gut an die 80er Jahre als im
    Tübinger Uniklinikum häufig Volvokrankenwagen mit
    DDR-Kennzeichen herumgefahren sind, um verdiente
    Genossen mit nur im Westen in dieser Form vorhandener Hochleistungsmedizin zu versorgen- da
    waren sicher nicht die Chemiearbeiter aus Bitterfeld
    drin .
    Aber auch das NHS (National Health System) in GB
    führte für fast alle Patienten zu einer stets schlechter werdenden Versorgung, während die Wohlhabenden
    einfach auf private Rechnung die Topmediziner für sich
    hatten…. Diese Art von medizinischer Selektion (welche sich wirklich nur nach persönlichen Beziehungen, Einkommen und Vermögen richtet) wünsche ich mir nicht für unser Land.
    Matthias Linckersdorff (Allianz Krankenversicherungsspezialist Digitale Spezialisteneinheit LSP Süd, Stuttgart)

    Kommentar von Matthias Linckersdorff — 18. November 2016 @ 14:55

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