Anzeige
19. Juli 2016, 16:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Unister-Insolvenz: JDC Group sieht Kooperation nicht in Gefahr

Nachdem die Leipziger Internetfirma Unister infolge des Todes ihres Chefs Thomas Wagner Insolvenz beantragt hat, fragen sich viele, wie es mit dem Unternehmen und seinen Kooperationen weitergeht. Beim Unister-Vertragspartner JDC Group gibt man sich vorsichtig optimistisch.

Unister-Insolvenz: JDC Group sieht Kooperation nicht in Gefahr

Unister-Firmensitz in Leipzig

Mit der Insolvenzanmeldung beim Amtsgericht Leipzig solle die Handlungsfähigkeit des Unternehmens gesichert werden, teilte Unister am Montag auf seiner Internetseite mit. Eine Begründung für den Insolvenzantrag wurde nicht genannt. Ausdrücklich betonte Unister: “Die operativen Gesellschaften der Firmengruppe sind nicht von der Insolvenz betroffen.”

Unister entwickelt und betreibt Internetportale beispielsweise mit Informations- oder Ratgeberseiten sowie Buchungs- und Vergleichsportale. “Die Portale werden von eigenständigen Unternehmen betrieben, die nicht von der Insolvenz betroffen sind”, hieß es in der Mitteilung.

JDC Group zur Zukunft der Unister-Kooperation

Zu den Plattformen, die mit Unister in Verbindung gebracht werden, gehören vor allem die Reiseportale Ab-in-den-Urlaub.de, Flüge.de sowie die Finanzseiten Preisvergleich.de oder Geld.de. Letztere wurde kürzlich an die Wiesbadener JDC Group AG, Mutterkonzern des Münchener Maklerpools Jung, DMS & Cie (JDC), verkauft.

Die JDC Group unterhält auch weiterhin eine enge Bindung zu Unister. So haben die Unternehmen im Zuge des Erwerbs von Geld.de eine Vertriebs-Kooperation vereinbart. Demnach solle Unister seinen hunderttausenden Online-Kunden den von JDC entwickelten digitalen Versicherungsordner “allesmeins” anbieten. Ist diese Kooperation nun gefährdet?

“Wir haben mit der Unister Holding GmbH und auch weiteren Gesellschaften im Unister-Konzern eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Umfang der Kooperation ist die Bewerbung von allesmeins bei den Unister-Kunden sowie die Abwicklung des Versicherungsgeschäfts des Unister-Konzerns über uns”, fasst Ralph Konrad, Vorstand der JDC Group, auf Anfrage von Cash.Online zusammen.

“Wir gehen davon aus, dass der Vertrag mit Leben gefüllt wird”

Zur künftigen Entwicklung der Zusammenarbeit mit Unister äußerte sich Konrad vorsichtig optimistisch – wenngleich abwartend: “Auch wenn der Vertrag wirksam geschlossen ist, sind die Mitarbeiter und Führungskräfte bei Unister sicherlich derzeit mit anderem beschäftigt, als sich mit unserer Kooperation zu befassen. Da die Kooperation aber für beide Seiten viel Sinn macht, gehen wir davon aus, dass der Vertrag mit Leben gefüllt wird, sobald Klarheit über die Weiterentwicklung im Unister Konzern herrscht.”

Der tragische Unfalltod des Gesellschafters bedeute nicht nur persönlich, sondern natürlich auch gesellschaftsrechtlich und wirtschaftlich einen Einschnitt für das Unternehmen, sagte der Anwalt Lucas Flöther, der laut Unister als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt wurde.

Der Unister-Konzern beschäftigt nach eigenen Angaben aktuell rund 1100 Mitarbeiter. (dpa-AFX, lk)

Foto: Unister

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Jeder zweite Versicherer Opfer von Cyber-Kriminalität

Die Fälle von Cybercrime in der Versicherungsbranche häufen sich. Mehr als jeder zweite Versicherer (53 Prozent) war in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal Opfer von Cybercrime.

mehr ...

Immobilien

Deutsche Euroshop bleibt dank Zukauf und Niedrigzinsen auf Wachstumskurs

Der auf Einkaufszentren spezialisierte Immobilieninvestor Deutsche Euroshop AG bleibt dank eines Zukaufs in Tschechien und gesunkener Finanzierungskosten auf Wachstumskurs. Das Konzernergebnis ging allerdings leicht zurück.

mehr ...

Investmentfonds

Raum für eine staatliche Kryptowährung?

Schweden plant, im nächsten und übernächsten Jahr die e-krona einzuführen. Darüber, ob man eine von der Zentralbank initiierte Kryptowährung braucht, sprachen Kerstin af Jochnick von der schwedischen Zentralbank und Professor Sandner von der Frankfurt School of Finance. Die ersten Eindrücke vom Faros Institutional Investors Forum.

mehr ...

Berater

Mitarbeiterpotenzial voll ausschöpfen

Unternehmen bleiben profitabel, solange sie ein erfolgreiches Vertriebsmanagement mit engagierten Mitarbeitern besitzen. Schätzungen zufolge geben Firmen daher pro Jahr 1.000 Euro pro Arbeitnehmer im Rahmen von Schulungsmaßnahmen aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Insolvenzverwalter machen Fortschritte

Die Insolvenzverwalter der deutschen Gesellschaften des Container-Anbieters P&R haben sich den direkten Zugriff auf die Anteile an der nicht insolventen Schweizer P&R-Gesellschaft gesichert, über die alle Einnahmen laufen. Der Unternehmensgründer hat nichts mehr zu sagen.

mehr ...

Recht

Et hätt noch immer jot jejange: Wirtschaft unvorbereitet auf Brexit

Laut Theresa May ist der Gordische Knoten bei den Brexit-Verhandlungen durchschlagen. Ob der Kompromiss das britische Parlament passiert, darf bezweifelt werden, bringen sich doch Mays Gegner bereits in Position.

mehr ...