21. September 2016, 12:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vermögenstudie: Die ‘fetten’ Jahre scheinen vorbei zu sein

Die Menschen rund um den Globus haben immer größere Geldvermögen – das Wachstum hat sich im vergangenen Jahr allerdings deutlich verlangsamt, wie aus der am Mittwoch vorgestellten Studie “Global Wealth Report” des Versicherers Allianz hervorgeht.

Vermögenstudie: Die fetten Jahre scheinen vorbei zu sein

Deutschland rangiert mit 67.980 Euro pro Kopf brutto weltweit auf Platz 20. Grund ist der Studie zufolge vor allem die vorsichtige Anlagestrategie der eher börsenscheuen Deutschen.

Danach stieg das Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte um 4,9 Prozent auf den Rekordwert von 155 Billionen Euro. In den drei Jahren zuvor lag der Zuwachs im Schnitt jährlich noch bei 9 Prozent. Die “fetten Jahre” scheinen erst einmal vorbei zu sein, sagte Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise.

Schweiz weiter unangefochten an der Spitze

In der Vergangenheit hatte vor allem der von der Billiggeldschwemme großer Notenbanken beflügelte Börsenboom für kräftige Zuwächse gesorgt. Inzwischen hätten die Kursschwankungen an den Aktienmärkten aber spürbar zugenommen. “Offensichtlich verliert die extrem expansive Geldpolitik auch als Treiber der Wertpapierpreise langsam an Wirkung”, sagte Heise.

Unangefochtener Spitzenreiter unter den mehr als 50 untersuchten Ländern ist weiter die Schweiz mit einem Brutto-Geldvermögen von 260.800 Euro pro Kopf im vergangenen Jahr (siehe Grafik). Auch nach Abzug der Schulden liegen die Schweizer mit netto 170.590 Euro vorn.

Vermögenstudie: Die fetten Jahre scheinen vorbei zu sein

Quelle: Allianz Global Wealth Report

Börsenscheue Deutsche nur auf Platz 20

Deutschland rangiert mit 67.980 Euro pro Kopf brutto weltweit auf Platz 20. Grund ist der Studie zufolge vor allem die vorsichtige Anlagestrategie der eher börsenscheuen Deutschen. Trotz Minizinsen steckt ein großer Teil des Geldes hierzulande in Bankeinlagen sowie Versicherungen und Pensionen. Netto rangiert Deutschland auf Rang 18, weil sich die Haushalte trotz des Zinstiefs mit der Aufnahme von Krediten zurückhielten. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Next new normal – Wie Corona die Assekuranz nachhaltig verändert

Ziemlich unvorbereitet hat die Corona-Pandemie im März 2020 die Assekuranz getroffen. Seitdem laufen die Geschäfte – in wirtschaftlich unsicheren Zeiten und unter komplett neuen Rahmenbedingungen. Wie gut das den Versicherern gelingt, zeigt eine aktuelle Studie der Versicherungsforen Leipzig.

mehr ...

Immobilien

Bestandsmieten wachsen stärker als Neuvertragsmieten

Der F+B-Wohn-Index Deutschland als Durchschnitt der Preis-und Mietentwicklung von Wohnimmobilien für alle Gemeinden in Deutschland stieg im 2. Quartal 2020 im Vergleich zum Vorquartal um 1,7 % und im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,1 %. Die mit dem Index gemessene Wachstumsdynamik hat sich also im Verlauf des 2. Quartals 2020 in der Gesamtschau des deutschen Wohnimmobilienmarktes abgeschwächt, wobei vor allem die Preise für Einfamilienhäuser die größten Wachstumsbeiträge lieferten, erklärt F+B-Geschäftsführer Dr. Bernd Leutner.

mehr ...

Investmentfonds

ifo Institut: Firmen rechnen mit weiteren langen Einschränkungen des öffentlichen Lebens

Die deutsche Wirtschaft rechnet wegen Corona mit einer Einschränkung des öffentlichen Lebens für weitere 8,5 Monate. Das ist das Ergebnis einer Sonderfrage in der ifo Konjunkturumfrage vom Juli. Die Dienstleister rechnen mit 8,9 Monaten, der Handel mit 8,6 Monaten, der Bau mit 8,2 Monaten und die Industrie mit 7,8 Monaten.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei Girokonto-Gebühren – Vergleichswebseite gestartet

Die erste unabhängige und kostenlose Internetseite zum Vergleich von Girokonten-Kosten ist an den Start gegangen. Der TÜV Saarland erteilte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dafür dem Vergleichsportal Check24 die Zertifizierung.

mehr ...

Sachwertanlagen

Trotz Corona: Schroders sammelt über 400 Millionen Euro für Hotelfonds ein

Die Immobilien-Sparte des Investment und Asset Managers Schroders hat nach einer weiteren Schließung bisher 425 Millionen Euro an Kapitalzusagen für seinen ersten Hotelfonds, den Schroder European Operating Hotels Fund I, eingesammelt. Die für diese Branche besonders gravierenden Auswirkungen der Pandemie waren dafür kein Hinderungsgrund.

mehr ...

Recht

Corona-Hilfskredite: Große Herausforderungen

Der Gesetzgeber hat auf die Coronakrise mit vielfältigen Maßnahmen zügig reagiert. Generell zielen die Maßnahmen darauf ab, die Folgen für Privatpersonen und Verbraucher abzufedern. Wie mit Krediten umzugehen ist, die an Unternehmen projektbezogen oder zur laufenden Finanzierung des Geschäftsbetriebs ausgereicht wurden. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Dr. Ferdinand Unzicker

mehr ...