Anzeige
1. Dezember 2016, 17:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Versicherungswirtschaft: Extremes Zinstief durchschritten

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) sieht den tiefsten Punkt des Tals der Null- und Negativzinsen in Europa überschritten. Mit einem sprunghaften Anstieg rechnet der Interessenverband der deutschen Versicherungen aber auch nicht.

Versicherungsmarkt-Wiener in Versicherungswirtschaft: Extremes Zinstief durchschritten

GDV-Chefvolkswirt Klaus Wiener sieht keine schwunghaft ansteigenden Zinsen.

“Das extreme Zinstief liegt wahrscheinlich hinter uns”, sagte GDV-Chefvolkswirt Klaus Wiener am Donnerstag in München.

Mit einem sprunghaften Anstieg rechnet der Interessenverband der deutschen Versicherungen aber nicht: Zehnjährige Bundesanleihen würden im kommenden Jahr mutmaßlich mit zwischen 0,5 und einem Prozent verzinst, schätzte Wiener. Ein höheres Zinsniveau hält der Ökonom für unwahrscheinlich: “Die Zinsen werden nicht stark steigen.” Ein Zinsniveau über 1,5 Prozent hält der Ökonom für unwahrscheinlich: “Die Zinsen werden nicht stark steigen.”

Mangel an rentablen Anlagemöglichkeiten

Die Versicherungen leiden ebenso wie die Banken unter der Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank. Ein Grund: Viele alte Lebensversicherungsverträge sind noch mit vergleichsweise hohen Zinsen dotiert, es fehlen am Kapitalmarkt aber rentable Anlagemöglichkeiten für das Geld der Kunden. Ein sprunghafter Anstieg aber wäre den Versicherungen auch nicht recht: “Das wäre ein großes Stabilitätsrisiko für die Volkswirtschaft”, meinte Wiener.

“Stabile Aufwärtsentwicklung in 2017”

Die Lage für die Versicherungsbranche insgesamt schätzt der Gesamtverband einigermaßen optimistisch ein: “So schlecht sieht’s gar nicht aus”, sagte Wiener. Im kommenden Jahr rechnet der Verband mit einer “stabilen Aufwärtsentwicklung” der Beitragseinnahmen in der Branche. (dpa-AFX)

Foto: GDV

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Arbeiten im Alter: Wenn die Rente (nicht) reicht

In Deutschland ist weit mehr als ein Viertel aller Rentnerinnen und Rentner in den ersten drei Jahren nach Übergang in eine Altersrente erwerbstätig: Besondern Frauen sind betroffen. Rund  31 Prozent gehen einer regelmäßigen bezahlten Beschäftigung nach. Bei den Männern 28 Prozent.

mehr ...

Immobilien

Alpin-Skigebiete: Wo Immobilien am gefragtesten sind

Noch zeigt sich das Wetter in Deutschland sommerlich warm, aber die nächste Wintersaison steht vor der Tür. Der Immobilienberater Knight Frank hat die Veränderungen bei den Immobilienpreisen in den französischen und Schweizer Alpin-Skigebieten untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Dollar hat Leidensweg noch vor sich

Die Eurozone könnte die US-Wirtschaft überholen. Die US-Wirtschaft schwächt sich ab, während sich die Eurozone stabilisiert. Darauf werden auch die Zentralbanken reagieren und somit die Renditen von Staatsanleihen und die Wechselkurse beeinflussen.

mehr ...

Berater

Leadmanagement: Sales und Marketing müssen kooperieren

Kunden nehmen ein Unternehmen immer als Einheit wahr. Abteilungsgrenzen interessieren ihn nicht. Deshalb muss die interne Zusammenarbeit Hand in Hand funktionieren. Isoliert agierende “Silos“ kann man dabei nicht brauchen.

Gastbeitrag von Anne M. Schüller, Businesscoach

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Spezial-AIF von d.i.i.

Die d.i.i. Investment GmbH hat mit dem “d.i.i. 10” einen weiteren geschlossenen Immobilien-Spezial-AIF aufgelegt. Der neue Fonds richtet sich an Family Offices, vermögende private Investoren und Stiftungen.

mehr ...

Recht

Einfach oder qualifiziert? Bei Rot ist Schluss mit lustig

Ob bewusst oder aus Versehen, ob im Auto oder auf dem  Fahrrad. Wer glaubt,  bei „Kirschgrün“ könne man mal eben schnell noch drüber hüpfen, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere. Und es drohen saftige Strafen – von Bußgeld über Punkte in Flensburg bis hin zur Haftstrafe.

 

mehr ...