6. Januar 2017, 10:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Autobauer und Tech-Firmen bringen künstliche Intelligenz ins Auto

Künstliche Intelligenz soll das Autofahren sicherer machen. Hersteller arbeiten sehr konkret an selbstlernenden Computern für das Cockpit, die zusätzlich menschliche Fahrer unterstützen sollen.

Shutterstock 549611893 in Autobauer und Tech-Firmen bringen künstliche Intelligenz ins Auto

An der Entwicklung selbstfahrender Autos mit künstlicher Intelligenz arbeiten derzeit unter anderem Audi, BMW und Volkswagen.

So entwickelt Audi gemeinsam mit der Computer-Firma Nvidia ein selbstfahrendes Auto mit künstlicher Intelligenz. Das Fahrzeug solle zum Jahr 2020 auf die Straße kommen, sagte Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang am Mittwoch (Ortszeit) auf der Technik-Messe CES in Las Vegas. Wenige Stunden zuvor zeigte Toyota den Prototypen eines selbstfahrenden Autos mit künstlicher Intelligenz an Bord, mit dem die Insassen vor allem über einen digitalen Assistenten per Sprache kommunizieren können.

Der Auto-Computer von Nvidia soll zum einen für das autonome Fahren Sorgen. Während der Mensch lenkt, tritt die Software zudem als eine Art Co-Pilot auf und warnt vor potenziellen Gefahren im Verkehr – wenn zum Beispiel ein Radfahrer auf der Fahrbahn schlecht sichtbar ist oder ein anderes Fahrzeug im toten Winkel ist. Huang zeigte, wie die Software mit Hilfe einer Kamera im Cockpit nicht nur das Gesicht und die aktuelle Blickrichtung des Fahrers erkennen, sondern auch Sprachbefehle direkt an den Lippenbewegungen ablesen kann. Die deutschen Zulieferer Bosch und ZF werden den Computer mit dem Codenamen “Xavier” produzieren.

Markteinführung in den kommenden Jahren

Die Audi-Mutter Volkswagen wählte Nvidia zudem als strategischen Partner für ihr neues Zukunfts-Zentrum im Silicon Valley aus. Die Markteinführung des Cockpits mit künstlicher Intelligenz sei für die kommenden Jahre geplant, gab der Autokonzern am Donnerstag bekannt. Es ist nicht die erste Allianz eines deutschen Autobauers mit einem Unternehmen aus der Computer-Branche: BMW arbeitet bei der Entwicklung seiner Roboterwagen mit dem Chip-Riesen Intel zusammen.

Toyota zeigte den Prototypen “Concept-i”, bei dem die Interaktion mit dem digitalen Assistenten “Yui” zu großen Teilen die Bedienung mit Knöpfen und Touchscreens ersetzen soll. Die Insassen sollen sich einfach mit der Software unterhalten, erklärte der japanische Autoriese. Zudem soll der Assistent auch selbst die Bedürfnisse der Menschen erkennen und sogar voraussehen können. Visuell wird “Yui” durch einen pulsierenden Kreis in der Mittelkonsole repräsentiert.

Warnung an Fußgänger und nachfolgende Fahrer

Äußerlich griff Toyota beim “Concept-i” zu sehr futuristischem Design. Ein Display auf der Frontseite zeigt Fußgängern an, ab das Auto gerade autonom fährt oder von einem menschlichen Fahrer gesteuert wird. Genauso sollen auch nachfolgende Fahrer mit Schriftzügen in verschiedenen Farben gewarnt oder informiert werden.

Toyota hatte schon auf der CES vor einem Jahr angekündigt, seine selbstfahrenden Autos mit Hilfe künstlicher Intelligenz steuern zu wollen, die von Menschen lernen soll. Jetzt folgt das Konzept für ein passendes Gefährt zu dieser Vision. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Gesundheit: Mehr als eine Milliarde Euro pro Tag

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind weiter angestiegen. Vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge betrugen sie im vergangenen Jahr 387,2 Milliarden Euro und damit 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. 2017 hatte die Zahl erstmals die Marke von einer Milliarde Euro pro Tag überschritten.

mehr ...

Immobilien

Vorsicht beim Kauf zwangsversteigerter Häuser

Im angespannten Immobilienmarkt bieten Zwangsversteigerungen die Möglichkeit, ein Haus unterhalb des Marktwertes zu erwerben. Die besonderen rechtlichen Rahmenbedingungen bergen jedoch erhebliche Risiken.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit kostet Deutschland Milliarden – Bundesländer unterschiedlich betroffen

Wie der Brexit konkret aussehen wird, ist mehr als zwei Jahre nach dem Referendum in Großbritannien immer noch offen. Doch klar ist: Ein Brexit würde den Handel mit Waren und Dienstleistungen verteuern, die Unsicherheit vergrößern. Was der Brexit Deutschland kosten würde und in welchen Bundesländern die höchsten Kosten entstehen.

mehr ...

Berater

Gehalt: So viel verdient Deutschland

Mit welchem Beruf zählen Fach- und Führungskräfte in Deutschland zu den Top-Verdienern und wie groß sind die regionalen Unterschiede beim Lohnniveau? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der Step Stone Gehaltsreport 2019 mit einem Überblick über die durchschnittlichen Bruttojahresgehälter.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lars Schnidrig rückt zum CEO von Corestate auf

Der Aufsichtsrat der Corestate Capital Holding S.A., zu der unter anderem der Asset Manager Hannover Leasing gehört, hat Lars Schnidrig für vier Jahre zum neuen Chief Executive Officer (CEO) und Vorsitzenden des Vorstands berufen. Er hat ein ambitioniertes Ziel.

mehr ...
22.03.2019

RWB Group wird 20

Recht

Widerrufs-Joker: Gericht weist Musterklage ab

Die bundesweit erste Musterfeststellungsklage von Verbrauchern gegen ein Unternehmen scheitert vor Gericht an einer formalen Hürde. In Deutschland gibt es die Musterklage erst seit vergangenem November.

mehr ...