Anzeige
16. Mai 2017, 10:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bail-in: Das müssen Versicherer wissen

Das Thema Bail-in ist für die Versicherungsbranche von großer Bedeutung, da viele Versicherer als Gläubiger in Banken investiert sind und Kreditinstitute durchaus in Schieflage geraten können. Die Bafin hat in ihrer Publikation die zentralen Punkte zusammengefasst.

Bail-in

Die Bafin weist die Assekuranz auf vier wichtige Punkte in Verbindung mit dem Bail-in hin.

Bail-in bezeichnet die Beteiligung der Gläubiger eines Kreditinstituts an seinen Verlusten, sollte es in Schieflage geraten. Seit dem 1. Januar 2017 können bei einer Bankeninsolvenz als Finanzstütze auch unbesicherte Schuldtitel herangezogen werden.

In ihrer aktuellen Publikation (BaFin Journal Mai 2017) geht die Finanzaufsicht Bafin auf die Konsequenzen des Bail-ins für die Assekuranz ein.

Wichtiges Thema für die Assekuranz

Demnach sei das Thema Bail-in für die Versicherungsbranche von großer Bedeutung, da viele Versicherer in Banken investiert seien, insbesondere mit Aktien, Pfandbriefen und eben auch unbesicherten Schuldtiteln.

Aus diesem Grund müssten sich die Versicherungsunternehmen mit den regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen befassen, da Banken durchaus in eine wirtschaftliche Schieflage geraten könnten.

Die Bafin stellt bei ihren Ausführungen insbesondere folgende vier Punkte heraus, mit denen sich Versicherer beschäftigen sollten:

1. Eigene Kreditrisikobewertung
Versicherungsunternehmen dürfen sich demnach bei der Bonitätsbeurteilung von Unternehmen und Finanzinstrumenten nicht nur auf Marktratings stützen, sondern sind verpflichtet, eigene Kreditrisikobewertungen durchführen.
Bei der Risikobewertung seien sowohl quantitative als auch qualitative Kriterien zu berücksichtigen. Dabei sollten die Versicherer analysieren, ob und in welchem Maße Unterstützungs-mechanismen durch gesetzliche oder freiwillige Einlagensicherungen vorhanden sind. Auch notleidende Kredite könnten bei der Kreditrisikobewertung hinzugezogen werden.

Seite zwei: Risikoreduktion und Portfoliodiversifikation

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...