BU-Prämien: Steigende Gefahr zu niedriger Beiträge

Liefert der eigene Bestand keine ausreichende Datenbasis, was bei kleineren oder jungen BU-Versicherern regelmäßig der Fall ist, helfen die Erfahrungswerte von Rückversicherern.

Einige Versicherer ignorieren aber offensichtlich seriöse Datenquellen oder setzen sich – fahrlässig oder mit Vorsatz? – über gesicherte Erkenntnisse hinweg.

In den niedrigen („guten“) Berufsgruppen sind die Unterschiede besonders groß. Das dürfte eher der Wettbewerbssituation als einer mit spitzem Bleistift kalkulierte Bedarfsprämie zuzuschreiben sein.

Wachsende Gefahr zu niedriger Beiträge

Noch fragwürdiger erscheint diese ambitionierte Kalkulation angesichts der BU-Auslöser. Vor kurzem hat der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) auf Basis einer Stichprobe die wichtigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit veröffentlicht.

Danach sind 22 Prozent der BU-Anerkennungen bei Männern auf psychische Ursachen zurückzuführen, bei Frauen sogar 30 Prozent. Das Krankheitsbild Psyche jedoch sucht mit großer Wahrscheinlichkeit Erwerbstätige in Büroberufen mindestens ebenso häufig heim wie Menschen mit überwiegend körperlicher Tätigkeit.

Verstetigt sich die Zunahme psychischer Erkrankungen als BU-Ursache, wächst in den vermeintlich guten Berufsgruppen die Gefahr zu niedriger und damit mittel- und langfristig nicht bedarfsgerechter Beiträge.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in dem Cash.-Special Versicherungen.

Autor Michael Franke ist geschäftsführender Gesellschafter von Franke und Bornberg.

Foto: Shutterstock / Franke und Bornberg


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