GDV erwartet Beitragswachstum um ein Prozent

Die deutsche Versicherungswirtschaft wird 2017 von dem anhaltenden konjunkturellen Aufschwung profitieren. Dies prognostiziert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Positive Impulse seien insbesondere für die Schaden- und Unfallversicherung zu erwarten, während in der Lebensversicherung das anhaltende Niedrigzinsniveau die Nachfrage weiterhin dämpfe.

Klaus Wiener, Mitglied der GDV-Geschäftsführung.
Klaus Wiener, Mitglied der GDV-Geschäftsführung

Für die Versicherungswirtschaft insgesamt schätzen die GDV-Volkswirte in der aktuellen Ausgabe der Broschüre „Konjunktur und Märkte“ für 2017 ein Beitragswachstum von rund einem Prozent. Im vergangenen Jahr war das Beitragsvolumen um 0,2 Prozent auf 194,2 Milliarden Euro gestiegen.

Die Prognose stützen die Experten vor allem auf das voraussichtlich anhaltend robuste Wirtschaftswachstum in Deutschland, das sie für 2017 auf etwa 1,5 Prozent veranschlagen. Vor diesem Hintergrund dürften Unternehmen, bei steigender Beschäftigung und steigenden Löhnen aber auch die privaten Haushalte verstärkt Versicherungsschutz nachfragen, erwartet der GDV.

Für die Lebensversicherung prognostiziert der GDV einen erneuten, wenn auch schwächeren Beitragsrückgang als im Jahr 2016. Maßgeblich hierfür sei der verlangsamte Rückgang des Einmalbeitragsgeschäfts. Im vergangenen Jahr waren die Beitragseinnahmen der Sparte um 1,1 Prozent auf 92,7 Milliarden Euro gesunken, die laufenden Beiträge blieben allerdings stabil.

Prognoseunsicherheit deutlich erhöht

„Obwohl die Risikolage weiterhin sehr angespannt ist, zeigt sich die Konjunkturentwicklung zu Beginn des Jahres 2017 überraschend freundlich. In nahezu allen Wirtschaftsregionen der Welt deuten die einschlägigen Konjunkturindikatoren auf weiteres und zum Teil auch beschleunigtes Wachstum hin. Angesichts der unwägbaren Folgen des Brexit, des aufkeimenden Protektionismus und Nationalismus und nicht zuletzt wegen der vielen ungelösten Krisen in der Welt ist die Prognoseunsicherheit aber weiterhin deutlich erhöht“, sagte Dr. Klaus Wiener, Mitglied der GDV-Geschäftsführung. (kb)

Foto: GDV

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