Anzeige
13. Februar 2017, 14:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Generali will Übernahme verhindern

Der italienische Versicherer Generali versucht laut einem Pressebericht mit einem verschärften Sparprogramm einer Übernahme durch die Großbank Intesa Sanpaolo zu entgehen.

Download-Frontansicht-Mu Nchen-1 in Generali will Übernahme verhindern

Intesa hat bisher keine Offerte für Generali vorgelegt. Allerdings hat die Bank bestätigt, dass sie über ein Zusammengehen mit dem Versicherer nachdenkt.

Der Versicherer wolle seine Betriebskosten in großen Märkten statt wie bisher geplant um vier Prozent nun um sechs bis sieben Prozent senken, berichtet die “Financial Times” (Montag) unter Berufung auf eine mit den Überlegungen vertraute Person.

Mit dem Schritt, der Generalis Gewinn zugute käme, wolle der Konzern seine Aktionäre dazu bewegen, die Unabhängigkeit des Versicherers zu unterstützen. Die bisherigen Sparpläne sollten die jährlichen Kosten um 200 Millionen Euro senken.

Intesa hat bisher keine Offerte für Generali vorgelegt. Allerdings hat die Bank bestätigt, dass sie über ein Zusammengehen mit dem Versicherer nachdenkt. Der “Financial Times” zufolge hat Intesa-Chef Carlo Messina den Großaktionären der Bank vergangene Woche gesagt, dass er eine Fusion im Einvernehmen beabsichtige. Er wolle daher Generalis Großaktionäre wie die italienische Bank Mediobanca und mehrere Industrie-Milliardäre für sich gewinnen.

Kein reiner Aktientausch

Wie die Zeitung weiter schreibt, wolle Messina auf diese Weise den Aufschlag begrenzen, den Intesa auf Generalis Aktienkurs für eine erfolgreiche Übernahme bieten muss. Einen reinen Aktientausch mit Generali, bei dem sich beide Unternehmen gegenseitig aneinander beteiligen würden, habe Messina Bankern zufolge ausgeschlossen. Denn die Investmentbank Mediobanca, die bisher 13 Prozent an Generali hält, würde in diesem Fall zu einem der größten Aktionäre bei Intesa aufsteigen.

Ein Zusammengehen von Intesa und Generali würde die italienische Finanzwelt gründlich verändern. Der fusionierte Konzern hätte nach jetzigem Stand einen Börsenwert von rund rund 59 Milliarden Euro. Generali war an der Börse zuletzt 22,8 Milliarden Euro wert. (dpa-AFX)

Foto: Generali

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Ich hatte den Generali-Vorstand, Deutschland, vor 2 Jahren angeschrieben und auf die umfangreichen und überdimensionierten Provisionsabrechnungen, die schon fast als Päckchen hier ankamen, hingewiesen, was in der Versicherungslandschaft einmalig war. Keine Reaktion.

    Kommentar von Ralf-Rüdiger Engelhardt — 14. Februar 2017 @ 08:12

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Studie: Digitale Medien stressen mehr als jeden dritten jungen Bundesbürger

Obwohl in die Welt des Internets hineingeboren, empfinden jüngere Bundesbürger digitalen Stress: 36 Prozent der 14- bis 34-Jährigen fühlen sich durch digitale Medien unter Druck gesetzt. Interessanterweise sind Männer mit 38 Prozent sogar etwas stärker betroffen als Frauen (34 Prozent). Das sind Ergebnisse der repräsentativen Studie „Zukunft Gesundheit 2018“ der Schwenninger Krankenkasse und der Stiftung „Die Gesundarbeiter“.

 

mehr ...

Immobilien

Immobilienverband: Mieten in kleineren Städten ziehen kräftig an

Nach Einschätzung des Immobilienverbands IVD ziehen auch die Mieten in kleineren Städten deutlich an. Dort kostet Wohnen zwar noch deutlich weniger – jedoch steigen die Mieten auch dort aktuell rasant an.

mehr ...

Investmentfonds

Italien sieht kein Risiko durch höhere Schulden

Italiens Finanzminister Giovanni Tria verteidigt den italienischen Haushaltsplan für der EU-Kommission. Tria ist bewusst, dass die Pläne den Stabilitätskriterien widersprechen, ändern wolle er sie deshalb trotzdem nicht. Seine Entscheidung begründet er heute in Brüssel.

mehr ...

Berater

Bankenverband: Stresstest hat Stärken und Schwächen

Der Bankenverband BdB dämpft die Erwartungen an den diesjährigen Banken-Krisentest der europäischen Aufseher. So seien Stresstests keine Wunderwaffe, wie der BdB am Montag in Frankfurt erklärte.

mehr ...

Sachwertanlagen

Kein Prospekt: BaFin untersagt Holz-Investment

Die Finanzaufsicht BaFin hat das öffentliche Angebot der Vermögensanlage mit der Bezeichnung „Teakinvestment“ über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Teakbäumen in Costa Rica und Ecuador in Deutschland untersagt.

mehr ...

Recht

Einmal Teilzeit und zurück? So funktioniert die Brückenteilzeit

Der Bundestag hat das neue Gesetz zum Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeit verabschiedet. Arbeitnehmer in Unternehmen ab 45 Angestellten können ab 2019 die so genannte Brückenteilzeit wählen. Arbeitsrechtsexperten der Arag haben das Gesetz unter die Lupe genommen.

mehr ...