30. März 2017, 08:41
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“Schäden aus Arzt- oder Produkthaftung sind kostenintensiv”

Im Fall eines Rechtsstreits werden der Prozess und die anfallenden Kosten übernommen. Wie wichtig ist der Aspekt des passiven Rechtsschutzes nach Ihrer Erfahrung für die Versicherungsnehmer?

Gerade für unsere Firmenkunden ist der passive Rechtsschutz elementar. Die Angst, ohne Rechtskenntnisse einem gegnerischen Anwalt gegenüber zu sitzen, der mit seinen Forderungen vielleicht nicht weniger als die eigene Existenz bedroht, ist enorm und absolut verständlich. Welcher Nicht-Jurist könnte schon einem Anwalt auf Augenhöhe begegnen – insbesondere, wenn es um Personen- oder hohe Sachschäden geht? Hinzu kommt, dass ein Rechtsstreit in nahezu allen Fällen viel Zeit, Geld und Nerven kostet. Gut, wenn man dann einen starken, verlässlichen Partner an der Hand hat, der die erhobenen Forderungen individuell und eingehend juristisch prüft sowie für die entstehenden Kosten aufkommt.

Wie oft kommt dies in der Praxis vor und wie hoch ist Ihre Erfolgsquote vor Gericht?

Der passive Rechtsschutz muss von unseren Versicherungsnehmern recht häufig in Anspruch genommen werden, allerdings landen nicht alle Forderungen letztendlich auch vor Gericht. In den meisten Fällen können wir durch eine überzeugende juristische Begründung verhindern, dass Klage gegen unseren Kunden eingereicht wird. Kommt es in unserem Gewerbehaftpflichtbereich doch zu einem gerichtlichen Verfahren, wird dank unserer erfahrenen Experten durchschnittlich nur in zwei bis sieben Prozent der Fälle der Klage stattgegeben. Bei mehr als der Hälfte wird die Klage vollständig abwiesen oder zurückgenommen. In den übrigen Verfahren kommt es zu einem gerichtlichen Vergleich. Auf diese exzellenten Ergebnisse bin ich sehr stolz.

Interview: Kim Brodtmann

Foto: Haftpflichtkasse Darmstadt

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