1. Dezember 2017, 10:57
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Immer mehr Wohlhabende nutzen Rente als Kapitalanlage

Immer mehr Wohlhabende nutzen nach einem Beitrag des “Tagesspiegels” die gesetzliche Rentenversicherung als Kapitalanlage. In der aktuellen Niedrigzinsphase sicherten sie sich mit freiwilligen Beiträgen “satte Gewinne”, sagte der Linken-Fraktionsexperte Ralph Lenkert der Zeitung.

Versicherungsschutz-rentner in Immer mehr Wohlhabende nutzen Rente als Kapitalanlage

Seit 2010 können Beamte und beispielsweise Anwälte, Ärzte oder Architekten auch ohne vorherige Erfüllung einer fünfjährigen Wartezeit freiwillige Beiträge für die Rentenkasse leisten.

Regierungsangaben auf eine Anfrage der Linken zufolge haben im Jahr 2015 von den 287.359 freiwillig Rentenversicherten 5.045 Personen den Höchstbetrag von derzeit 1.187,45 Euro im Monat eingezahlt. 2010 lag die Zahl der freiwillig Versicherten mit Höchstbeitrag erst bei 1.586 Personen.

Seit 2010 können Beamte und beispielsweise Anwälte, Ärzte oder Architekten auch ohne vorherige Erfüllung einer fünfjährigen Wartezeit freiwillige Beiträge für die Rentenkasse leisten, um sich den Anspruch auf eine Regelaltersrente zu sichern. Dank hoher Rentenanpassungen verzinsen sich diese Beiträge seit Jahren besser als vergleichbar sichere Geldanlagen.

“Fair und nicht zu beanstanden”

Aus Sicht der Deutschen Rentenversicherung sind die freiwilligen Einzahlungen fair und nicht zu beanstanden, wie ein Sprecher sagte. “Schließlich orientieren sich die späteren Renten allein an den vorher gezahlten Beiträgen.” Zahle man ein Jahr lang den Höchstbeitrag, erwerbe man dafür einen monatlichen Rentenanspruch von 64 Euro. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

5 Kommentare

  1. Ergänzend kann man noch hinzufügenm dass Pfründe die sich für Beamte auftun Gesetzesänderungen eher unwahrscheinlich sind. Zu Lasten der nachfolgenden Generationen die sowieso in allen Bereichen, wegen der Aufschieberitis der aktuellen Politik, vor vielen, kaum lösbaren Problemen stehen wird.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 4. Dezember 2017 @ 16:33

  2. Inwieweit die Kosten der Beamten in der GRV Verwaltung schon berücksichtigt sind, ist Hr. Ficher natürlich bekannt. Mir leider nicht. Bin aber gerne für diesbezügliche Nachrichten von echten Fachleuten aufgeschlossen.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 4. Dezember 2017 @ 16:23

  3. Alles gut ! Alles legal und völlig in Ordnung ! Der vorherige Kommentator hat offensichtlich nicht richtig gelesen…

    Kommentar von Nils Fischer — 4. Dezember 2017 @ 13:25

  4. Das ist der größte Schwachsinn, den ich seit längerem gelesen habe – Dt. Rentenversicherung und Rendite…

    Das chronisch unterfinanzierte “System” der Rentenumlage wird seit Jahren mit Steuergeldern gestützt und die wahrlich winzigen – hier genannt “enormen” Anpassungen kann man hier nachlesen:
    https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/0_Home/meldungen/2016_03_21_faq_rentenanpassung_2016.html

    Zum Vergleich dazu die Entwicklung vom DAX:

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/DAX

    kurz: Januar 2000 – ca. 7.000 Punkte
    aktuell (2017) – ca. 13.000 Punkte – ups… –
    das nenne ich Wertsteigerung und Rendite!

    Beste Grüße André von rentablo.de

    Kommentar von André Rabenstein — 1. Dezember 2017 @ 17:00

  5. Der Staat und seine super Gesetze! Gut das diesmal die armen Beamten auch gleich die von Ihnen gemachten Gesetze ausnützen dürfen. Ein Staat der es total negiert, dass in der Beamtenversorgung mehr als 1,7 Billionen Euro fehlt (wofür ein normaler Arbeitgeber gesiebte Luft atmen müßte) und CUMCUM zulässt ist sowieso schon lange nicht mehr ernst zu nehmen. Wo bleibt da die Kanzlerin und der ach so fähige Finanzminister…….Alles gesetzlich wunderbar seriös und sozial, sprich alternativlos.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 1. Dezember 2017 @ 14:51

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