14. Juni 2017, 11:53
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Instagram-Check: Verborgene Potenziale für Versicherer

Während andere Branchen die Social-Media-Aktivitäten der User bereits intensiv nutzen, steht die Assekuranz noch ganz am Anfang. Die Managementberatung Synpulse sieht “enorme Potenziale” für Versicherer, ihr Produktangebot an den Lebensstil des jeweiligen Kunden anzupassen.

Gastbeitrag von Dr. Michael Hartmann und Janine Egelhofer, Synpulse Management Consulting

Instagram

Synpulse hat auf Instagram einen Versuch mit eigenen Mitarbeitern durchgeführt, um herauszufinden, welche Daten erhältlich sind und inwiefern diese über ihren Lebensstil Auskunft geben.

Während andere Industrien die Mitteilungsfreudigkeit der Nutzer bereits intensiv nutzen, stehen viele Versicherer noch ganz am Anfang ihrer Social-Media-Aktivitäten.

Die Datenrecherche empfinden viele Kunden, so haben Beispiele in entwickelteren Ländern gezeigt, entgegen gängiger Vorurteile oftmals nicht als “Ausspähen”.

Instagram: Stark wachsendes soziales Netzwerk

Vielmehr empfanden Versicherungsnehmer es in vielen Fällen als eine hilfreiche Servicedienstleistung, wenn ihre individuellen Kundenwünsche antizipiert wurden und ihnen eigene Sucharbeit erspart blieb. Ein näherer Blick auf die Möglichkeiten der gängigsten Social-Media-Plattformen lohnt daher.

Die 2010 gegründete Plattform Instagram zählt zu den am schnellsten wachsenden sozialen Netzwerken. Mit über 500 Millionen aktiven Benutzern monatlich (200 Millionen mehr als bei Twitter) und über 95 Millionen täglich auf der Plattform geteilten Fotos und Videos verfügt das Netzwerk bereits über ein riesiges Volumen an Benutzerdaten.

Einen Entwicklungsschub brachte der Aufkauf durch Facebook in 2012: Instagram wurde zu einem gewissen Teil in Facebook integriert, wodurch Facebook nun die Daten beider Plattformen verwaltet und für Werbeanzeigen benutzbar macht.

Daten öffentlich verfügbar machen

Die Plattform Instagram ist so konzipiert, dass sie Anwendern den größten Nutzen bringt, wenn diese ihre Daten öffentlich verfügbar machen und ihre Fotos und Videos möglichst realistisch beschreiben. Denn die Motivation der meisten Nutzer ist es, in den Newsfeeds anderer Personen zu erscheinen.

Instagram bietet somit die Möglichkeit, persönliche Informationen über potenzielle oder tatsächliche Kunden zu erhalten und über längere Zeit zu verfolgen.

Synpulse hat einen Versuch mit eigenen Mitarbeitern durchgeführt, um herauszufinden, welche Daten erhältlich sind und inwiefern diese über ihren Lebensstil Auskunft geben.

Für die Analyse wurden der Text, die angefügten Geotags, die Zeitstempel sowie die benutzten Hashtags von 100 Freiwilligen verwendet.

Daraus ließ sich Folgendes ableiten: Das durchschnittliche Alter der Synpulse-Instagram-Benutzer ist 32. Weibliche Mitarbeiter sind prozentual stärker auf der Plattform vertreten als ihre männlichen Kollegen.

Seite zwei: Unfallversicherung für den Wanderer

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