Anzeige
24. August 2017, 14:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

LV-Policen: Verkaufsverlust steuerlich absetzbar?

Eine Lebensversicherungs-Police zu verkaufen, ist meist lukrativer als sie zu kündigen. Trotzdem kann auch der Verkauf zum Verlustgeschäft werden. Doch kann ein solcher Verlust in der Steuererklärung geltend gemacht werden? In einem aktuellen Urteil entschied der Bundesfinanzhof (BFH) über eben diese Frage.

Lebensversicherung: BFH entscheidet über Verkauf

Das Gericht entschied über die steuerliche Absetzbarkeit von Verlusten aus Policen-Verkäufen.

In dem Streitfall zwischen einem Ehepaar und dem Finanzamt entschied der BFH zugunsten des Paares, und hob damit ein Urteil des Finanzgerichts (FG) Düsseldorf vom 23. Oktober 2015 auf.

Als Folge des Urteils wird der Einkommensteuerbescheid des Paares für das Jahr 2009 dahingehend geändert, dass der Verlust aus dem Policen-Verkauf als negative Einkünfte anerkannt werden.

Verlauf des Rechtsstreits

Der Kläger verkaufte im März 2009 seine Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag an seine Ehefrau, die Klägerin. Dieser sicherte er dann vertraglich ein zinsloses Darlehen zu, welches am 31. Dezember 2011 zurückzuzahlen war.

Beim Verkauf seiner Ansprüche an dem seit September 1999 laufenden Versicherungsvertrag ergab sich ein Veräußerungsverlust von 46.198 Euro, den der Kläger in der Einkommensteuererklärung des Streitjahres als negative Einkünfte geltend machte.

Das Finanzamt erkannte diesen Veräußerungsverlust nicht als negative Einkünfte an, wogegen Einspruch und Klage erfolglos blieben.

Das FG Düsseldorf urteilte, dass eine Berücksichtigung des Veräußerungsverlustes an einer fehlenden Einkünfteerzielungsabsicht des Klägers bei Abschluss und Verkauf der Lebensversicherung scheiterte.

Seite zwei: Einkünfteerzielungsabsicht war laut BFH gegeben

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Rechtschutz: Sinn oder Unsinn? Eine Frage der Perspektive

“Coram iudice et in alto mare in manu dei soli sumus“, lautet ein römisches Sprichwort: “Vor Gericht und auf hoher See sind wir allein in Gottes Hand”.  Wer eine ungefähre Ahnung hat, wie hoch die Kosten bei Rechtsstreitigkeiten sein können, und wie ungewiss deren Ausgang bei fehlender juristischer Unterstützung, dürfte die Möglichkeiten des Rechtsschutzes zu schätzen wissen. Nun hat die Württembergische Versicherung AG, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe, neue Rechtsschutztarife eingeführt.

 

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Zinsen werden volatiler

Die Europäische Zentralbank (EZB) beschäftigt sich unter anderem mit der finanziellen Lage Italiens, während die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wieder einmal am Leitzins gedreht hat.

mehr ...

Investmentfonds

Der Grund für sinkende Kurse

Die Analysten bleiben optimistisch, aber Anleger werden pessimistischer. Das ist ein Grund für sinkende Kurse am Aktienmarkt. Doch nicht nur dieser ist betroffen. Wie sich die unterschiedlichen Einschätzungen auswirken und welche weiteren Faktoren die Märkte dämpfen.

mehr ...

Berater

Fintechs: Die fairsten digitalen Finanzberater

Auf dem deutschen Markt tummeln sich bereits über 300 verschiedene sogenannte Fintechs – Tendenz laut Experten steigend. Welche davon am fairsten aufgestellt sind, hat das Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit Focus Money untersucht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Schiffsfonds für Privatanleger

Zehn Jahre nach Beginn der nun ausklingenden Schifffahrtskrise startet die Oltmann Gruppe die Platzierung eines Publikumsfonds mit einem modernen Mehrzweckfrachter, der seit Kurzem erfolgreich in Fahrt ist.

mehr ...

Recht

Heckenschnitt: Was gilt im Streitfall?

Landesrechtliche Regelungen geben oft vor, wie hoch eine Hecke auf einer Grundstücksgrenze sein darf. Nachbarn können jedoch nicht verlangen, dass der Eigentümer seine Hecke vorsorglich im Herbst und Winter so stark herunterschneidet, dass sie im Sommer die zulässige nicht Höhe überschreitet. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Landgericht Freiburg.

mehr ...