Mittelstand schließt sich Run-off-Trend an

Die Bedeutung und das Interesse der Versicherungsbranche an Run-off-Deals wird weiter zunehmen. Das erwartet Arndt Gossmann, Vorstandschef des europäischen Spezialversicherers Darag.

Arndt Gossmann, Vorstandschef der Darag
Arndt Gossmann, Vorstandschef der Darag

„Wir rechnen in diesem Jahr mit einem erneuten Höhepunkt im Run-off-Geschäft. Für Nichtleben-Bestände erwarten wir ein Gesamtvolumen von bis zu acht Milliarden Euro und den ersten Deal eines mittleren Versicherungsunternehmens über eine Milliarde Euro“, sagte Gossmann.

Dieser Volumenzuwachs sei nicht überraschend, da Europas größte Versicherungsunternehmen alle gleichzeitig auf den Run-off-Markt drängten. „Viele dieser Unternehmen haben zwar schon länger Pläne zur Abtretung eingestellter Altbestände – mit der Umsetzung haben sie jedoch gewartet, bis Solvency II in Kraft getreten war. Nun schließt sich der Mittelstand dem aktuellen Run-off-Trend an. All das schafft ein vielversprechendes Marktumfeld“, so Gossmann.

Neuer Rekordwert in 2016

Die verschärften Eigenkapitalvorgaben durch Solvency II werden das Geschäft mit Altbeständen seiner Meinung nach weiter vorantreiben. Es werde aber noch etwas Zeit brauchen, bis sich Run-off endgültig als Strategie für effizientes Kapitalmanagement durchsetzt. „Doch wir sind auf einem guten Weg“, so Gossmann weiter.

Im vergangenen Jahr erreichte die Summe aller Run-off-Deals von Nichtleben-Beständen einen Rekordwert von 4,4 Milliarden Euro – zuzüglich der Verkäufe, deren Werte nicht veröffentlicht wurden. Zudem wurde die erste Transaktion von über einer Milliarde Euro abgeschlossen, gefolgt von einigen weiteren, fast ebenso großen Deals. (kb)

Foto: Darag

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