Pensionsverpflichtungen der Dax-Konzerne leicht gesunken

Die Pensionsverpflichtungen der größten deutschen börsennotierten Unternehmen sind im ersten Halbjahr leicht gesunken. Verantwortlich dafür sei ein leichter Anstieg des Rechnungszinses, wie das Beraterhaus Willis Towers Watson anhand einer Modellberechnung mitteilte.

Angesichts des Niedrigzinsumfeldes fällt es vielen Unternehmen schwer, die für die Pensionen bestimmten Gelder gewinnbringend anzulegen.
Angesichts des Niedrigzinsumfeldes fällt es vielen Unternehmen schwer, die für die Pensionen bestimmten Gelder gewinnbringend anzulegen.

Der Rechnungszins orientiert sich an der Rendite festverzinslicher Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Die Langzeitstudie untersucht, wie sich die Entwicklungen am Kapitalmarkt auf die Pensionspläne der im Dax und MDax notierten Unternehmen auswirken.

Demzufolge werden die bestehenden Pensionspläne „stabil gemanagt“. Der Umfang der Pensionsverpflichtungen sank im untersuchten Zeitraum um jeweils 4,1 Prozent auf 381 Milliarden Euro (Dax) und auf 79,2 Milliarden Euro (MDax).

Konzerne müssen Löcher stopfen

Bei der Wertentwicklung der Pensionsvermögen gab es hingegen kaum Bewegung, sie blieben mit 251 Milliarden Euro (Dax) und 44,4 Milliarden Euro (MDax) nahezu unverändert. Der Deckungsgrad legte daher leicht zu und betrug 65,9 Prozent (Dax) und 56,1 Prozent (MDax).

Angesichts des Niedrigzinsumfeldes fällt es vielen Unternehmen schwer, die für die Pensionen bestimmten Gelder gewinnbringend anzulegen. Wenn das zurückgelegte Vermögen nicht ausreicht, müssen die Konzerne die Löcher stopfen. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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