Anzeige
12. Januar 2017, 12:12
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Betriebsrentenreform: Wunschzettel für das parlamentarische Verfahren

Zweifelsohne hat die Bundesregierung mit ihrem Gesetzentwurf zur Reform der Betriebsrente einen begrüßenswerten Schritt nach vorne getan. Trotzdem sollte der Deutsche Bundestag die Chance auf Nachbesserung nicht ungenutzt lassen.

Die Weirich-Kolumne

Rente Altersvorsorge

Professor Dieter Weirich, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), vor dem Reichstag in Berlin.

In der zweiten Januar-Hälfte wird der Deutsche Bundestag in den Schlussspurt dieser Legislaturperiode gehen.

Das Parlament hat dabei die Chance, den vom Bundeskabinett vorgelegten Entwurf des Gesetzes zur Stärkung der Betriebsrenten zu verbessern und die zweite Säule der Altersvorsorge noch attraktiver zu machen.

Begrüßenswerter Schritt nach vorne

Kein Zweifel, mit dem im Konsens von Arbeitgebern und Gewerkschaften mit der Politik erarbeiteten Gesetzentwurf hat die Bundesregierung einen begrüßenswerten Schritt nach vorne getan, um die im europäischen Vergleich eher niedrige Zahl von Nutzern der Betriebsrente zu steigern und die Altersversorgung aller Beschäftigten zukunftsfester zu machen.

So sind der Freibetrag für freiwillige Zusatzrenten in der Grundsicherung und die steuerliche Förderung eines Arbeitgeberzuschusses zur betrieblichen Altersversorgung von Beschäftigten mit niedrigem Einkommen zukunftsweisende Maßnahmen.

Aber auch für Beschäftigte mit hoher Tarifbindung, wo die Betriebsrente bereits stark verbreitet ist, wird mehr Beweglichkeit für tarifvertragliche Modelle geschaffen. Dies gilt für Verträge mit obligatorischen Regelungen ebenso wie für Anlageformen, die in Zeiten niedriger Zinsen höhere Renditen ermöglichen.

Außerdem wird der Einkommensanteil verdoppelt, der steuerlich begünstigt entgeltumgewandelt werden kann. Nach der ebenso kontraproduktiven wie teuren Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren, einem nachträglichen Wahlgeschenk für die Gewerkschaften durch die SPD, und der von der CDU durchgesetzten Mütterrente zu Beginn der Legislaturperiode wurde nun immerhin im Endlauf ein Gesetz kreiert, das Anreize zu mehr Eigenverantwortung von Arbeitnehmern zur Sicherung ihrer Altersvorsorge schafft.

Zu gewerkschaftsnah

Was sollte nun im parlamentarischen Verfahren noch verbessert werden? Zunächst einmal sind weitere Schritte nötig, mit denen die Entgeltumwandlung niedriger Einkommen attraktiver gestaltet werden kann. Dafür gibt es in beiden Fraktionen der Großen Koalition auch durchaus Befürworter.

Ein Ärgernis ist die beabsichtigte Bevorzugung der “Nahles-Rente mit Gewerkschaftsbeteiligung”, so der Wirtschaftsrat der CDU.

Seite zwei: “Haftungserleichterungen auch für bestehende Durchführungswege

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Jeden vierten Tag ein neues Fintech

Die Fintech-Szene in Deutschland wächst weiter – und sammelt so viel Risikokapital ein wie noch nie. 793 Startups aus dem Finanzbereich gibt es aktuell. Mit 778 Millionen Euro haben sie in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 bereits mehr Venture Capital eingesammelt als im gesamten Jahr 2017 mit 713 Millionen Euro. Und das Tempo der Neugründungen hält weiter an, bestätigt eine Fintech-Studie von Comdirect.

mehr ...

Immobilien

Trendwende oder nur ein Ausreißer? Darlehenshöhe wieder rückläufig

Die Nachfrage nach Baufinanzierungen ist anhaltend hoch. Nach den Ergebnissen des Dr. Klein Trendindikators ist die durchschnittliche Kredithöhe im Monat September leicht gesunken. Die Standardrate für ein Darlehen erreichte den niedrigsten Wert seit März 2017. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, kommentiert die Ergebnisse.

mehr ...

Investmentfonds

Zweijährige US-Staatsanleihen erreichen Zehnjahres-Hoch

US-Anleihen haben diese Woche ein neues Rendite-Hoch erreicht. Das hat mindestens zwei Ursachen. Damit gibt es für US-Anleger wieder eine sichere Alternative zu den Aktienmärkten, die kein Verzicht auf Renditen bedeutet. Für deutsche Anleger sind US-Anleihen aber keine lohnende Anlage.

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...