Riester-Rente: Eine Bestandsaufnahme

Erklärtes Ziel der Politik ist es, Geringverdienern einen stärkeren Anreiz zur Altersvorsorge zu geben. Sie sollen sowohl von der „neuen“ Betriebsrente als auch von der Riester-Rente profitieren – ein schwieriges Unterfangen, denn die Riester-Versicherungen bleiben das Sorgenkind der Branche.

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Rainer Gebhart, Vertriebsvorstand der WWK Versicherungen: „Berücksichtigt man die ‚Förderrendite‘, ist die Riester-Rente für breite Teile der Bevölkerung eine lohnenswerte Altersvorsorge.“

Zu einer größeren Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) dürften laut des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Neuregelungen für Geringverdiener beitragen, die Teil der Betriebsrentenreform sind.

Neben dem staatlichen Zuschuss gelte dies vor allem für den Freibetrag für Betriebs- und Riester-Renten, die künftig nicht mehr voll auf Leistungen der Grundsicherung im Alter angerechnet werden.

Drängender Bedarf für Verbesserungen

Bei der Riester-Rente bleibe über den Freibetrag und die geplante leichte Anhebung der Riester-Zulage um elf Euro hinaus noch drängender Bedarf für Verbesserungen.

Insbesondere notwendig bleibe eine Anhebung des Riester-Deckels, der die maximale Einzahlung in einer Riester-Vertrag trotz der dynamischen Einkommensentwicklung nunmehr seit vielen Jahren auf 2.100 Euro pro Jahr begrenzt.

Wegen dieser starren Beschränkung könnten schon heute viele Arbeitnehmer nicht mehr die vom Gesetzgeber vorgesehenen vier Prozent ihres versicherungspflichtigen Einkommens in einen Riester-Vertrag einzahlen, kritisierte der GDV. Damit könne Riester die bei der gesetzlichen Rente entstehenden Lücken für viele Kunden nicht mehr wie geplant auffüllen.

Er verfolge die politische Diskussion gespannt, sagt Rainer Gebhart, Vertriebsvorstand der WWK Versicherungen.

Festhalten an der Riester-Rente

Gebhart ist trotz der regulatorischen Anforderungen mit dem Vertriebsjahr 2016 zufrieden. Das Unternehmen erwartet im Maklervertrieb ein Produktionswachstum von über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Gemessen an der Neugeschäftsentwicklung der gesamten Branche sei dies eine beachtliche Leistung, findet Gebhart. An der vertrieblichen Ausrichtung soll deshalb auch 2017 nichts geändert werden, der Fokus liegt weiterhin auf geförderten Altersvorsorgeprodukten.

Im Gegensatz zu manchem Wettbewerber will die WWK auch an der vieldiskutierten Riester-Rente festhalten, kündigt Gebhart an – auch wenn die Renditeaussichten nicht mehr ganz so gut seien wie in Zeiten deutlich höherer Kapitalmarktzinsen.

Seite zwei: Riester bleibt Sorgenkind

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