„Abschlussprovisionen sind für mich heute eher ’nice to have'“

Christine Schramm wollte schon mit 15 Jahren unbedingt in die Versicherungsbranche. Heute ist sie als selbstständige Maklerin in Würzburg tätig. Im Gespräch mit Cash.Online berichtet sie über ihren Werdegang, ihr Dienstleistungsangebot und Marketingkonzept sowie die Vorteile der Selbstständigkeit.

Christine Schramm
Christine Schramm: „Durch den ständigen Zuwachs an Sachversicherungen habe ich genug Zeit um Anfragen ausführlich zu bearbeiten und habe keinen „Druck“, dass hier schnell ein Abschluss erfolgen muss.“

Cash.Online: Warum sind Sie Maklerin geworden?

Schramm: Es hört sich vielleicht komisch an, aber ich wollte schon mit 15 Jahren unbedingt in die Versicherungsbranche. Nach meiner Ausbildung bei der Debeka folgte dann die Selbstständigkeit als Maklerin.

An meinem Job liebe ich es sehr, dass ich Menschen aufzeigen kann, welchen Versicherungsschutz sie benötigen. Es wird hier leider immer noch zuviel Grundwissen vorausgesetzt.

Wie genau unterscheidet sich Ihr Dienstleistungsangebot von dem der Wettbewerber?

Ich verfolge zwei Vertriebswege: Einmal meine „Online-Kunden„, die bei mir abschließen, nachdem sie sich auf meiner Homepage informiert haben und keinen persönliche Beratung  wünschen. Und meine „Offline-Kunden“ die telefonisch oder persönlich beraten werden wollen. Auch ohne Kontakt haben meine Kunden eine gewisse Vorstellung bei wem sie versichert sind.

Ich verwende zum Beispiel auf der Homepage und bei Werbebildern ausschließlich Bilder von mir. Was von vielen meiner Kollegen als „selbstverliebt“ bezeichnet wird, weckt bei meinen Kunden eher Vertrauen. Sie wissen, dass sie bei einer jungen, freundlich lächelnden Maklerin versichert sind, die nicht übertrieben seriös auftritt.

Eines meiner erfolgreichsten Werbebilder zeigt mich mit meinem Pferd Don Camino. Er stupst meine Wange an und ich lächle ehrlich und freundlich. Meine Kunden sollen genau wissen, wer ich bin und wer hinter der Internetseite steht. Und dieses Konzept funktioniert.

Durch den ständigen Zuwachs an Sachversicherungen habe ich genug Zeit um Anfragen ausführlich zu bearbeiten und habe keinen „Druck“, dass hier schnell ein Abschluss erfolgen muss. Abschlussprovisionen sind für mich heute eher „nice to have“ – die Bestandscourtagen decken meine Kosten komplett. Und ich denke genau das sind die zwei Punkte, die meine Arbeit unterscheiden.

Ich bieten meinen Kunden die Beratung, die sie wünschen. Das kann online, telefonisch oder persönlich sein. Ich dränge auch keine Kunden dazu, dass ich all ihre Verträge verwalten möchte. Bei meiner Bestandsgröße wäre das gar nicht machbar.

Seite zwei: „Es gehört viel dazu, als Frau auch ernst genommen zu werden

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