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22. Januar 2018, 15:14
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Amazon: Klassische Versicherungsmakler unter Druck

Für seinen London-Standort sucht der Online-Versandhändler Amazon Fachpersonal im Bereich IT und Versicherung – und bereitet damit seinen Einstieg in den europäischen Versicherungsmarkt vor. Klassische Geschäftsmodelle geraten jetzt unter enormen Druck.

Gastbeitrag von Karsten Allesch, Deutscher Maklerverbund

Amazon: Klassische Versicherungsmakler unter Druck

Allesch: “Amazon kann auf eine immense Kundenbasis und Kundenwissen zurückgreifen.”

In Stellenanzeigen sucht Amazon Versicherungsexperten für den Aufbau eines neuen Unternehmens in London. Sprachkenntnisse in Deutsch, Französisch und Spanisch seien von Vorteil.

Soweit so offensichtlich: Amazon bereitet seinen Eintritt in den europäischen Versicherungsmarkt vor – und ändert damit die Spielregeln des traditionellen Versicherungsmarkts.

Amazon hat viele Vorteile

Als Online-Versandhändler mit internationaler Präsenz greift Amazon auf eine immense Kundenbasis und Kundenwissen zurück. Auf Basis der Vielzahl an Kundendaten, über die Amazon verfügt, und der jahrelangen Erfahrung in punkto digitaler Kaufverhaltensanalyse kann der Versandhändler Angebote exakt auf den Einzelkunden zuschneiden.

Ein hohe Kompetenz im Umgang mit kundenorientierten Technologien und praktisch unerschöpfliche finanzielle Mittel verschaffen Amazon einen zusätzlichen Vorteil gegenüber etablierten Versicherern und Versicherungsmaklern.

Die meisten Maklerhäuser haben verstanden, dass nur durch Hinterfragen der bisherigen Prozesse in Bezug auf Verwaltung und Beratung der Kundenbestand gehalten und ausgebaut werden kann. Doch Wissen allein reicht nicht aus.

Maßnahmen für Makler

Aber welche Maßnahmen können Versicherungsmakler konkret vornehmen? Dazu lohnt es, sich selbst einige Fragen zu beantworten:

  • Sind alle Kundendaten unter einer zentralen Oberfläche einsehbar?
  • Lege ich Kunden- und Vertragsdaten, sowie die Dokumente noch selbst in meinem Maklerverwaltungsprogramm an oder erfolgt dies automatisiert?
  • Werden Routineaufgaben durch das Maklerverwaltungsprogramm automatisiert durchgeführt? Beispiel: Kündigung der Vorversicherung bei Antragstellung.
  • Weist mich das Maklerverwaltungsprogramm auf Versorgungslücken oder mögliche Bestandsübertragungen hin?
  • Unterstützt mein Maklerverwaltungsprogramm Kampagnen, um die Beratungsqualität zu erhöhen?

Fakt ist: Maschinen bearbeiten standardisierte Vorgänge schneller und zuverlässiger als Menschen. Das schafft zeitlichen Freiraum, um sich um die wichtigen Themen, wie die Kundenberatung zu kümmern.

Und diese Zeit werden Sie brauchen. Je weniger Zeit in Verwaltungsarbeit und je mehr Zeit in Kundenberatung investiert wird, desto zufriedener der Kunde – und desto weniger Angriffsfläche bietet der eigene Bestand.

Seite zwei: Vermittler werden nicht überflüssig

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1 Kommentar

  1. Freitag, 16.02.2018 10 Uhr Karsten Allesch | DEMV Deutscher Maklerverbund auf profino genau zu diesem Thema im Webinar

    Kommentar von S. Bauer — 23. Januar 2018 @ 17:50

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