Axa Deutschland-Report: „Babyboomer“ zeigen sich frustriert

Immer mehr Berüfstätige sorgen sich beim Gedanken an ihren Ruhestand. Wer schon Rentner ist, der berichtet häufig von einem Verlust an Lebensqualität. Währenddessen sinkt das Vertrauen in die Politik landesweit auf Tiefstwerte. Das und mehr geht aus dem aktuellen Deutschland-Report des Versicherungsunternehmens Axa hervor.

Der Anteil der Rentner und Pensionäre, die von einer verbesserten Lebensqualität im Vergleich zum Berufsleben berichten, sinkt immer weiter.

Im April 2018 hat der Versicherungskonzern Axa in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Yougov Deutschland insgesamt 3.368 Interviews mit Erwerbstätigen und Personen im Ruhestand in allen 16 Bundesländern geführt.

Um aus diesen Gesprächen bundesweite Aussagen für den „Axa Deutschland-Report 2018“ ableiten zu können, wurden die Ergebnisse zudem bevölkerungsrepräsentativ gesamtgewichtet.

Ruhestandseinkünfte sind wichtigstes Anliegen

Demnach werde derzeit von allen Altersgruppen, unter Erwerbstätigen wie Ruheständlern, in nahezu allen Einkommensschichten und Bundesländern einhellig gefordert, dass Menschen im Ruhestand mehr Geld bekommen müssen. Darauf bestehen bundesweit 70 Prozent der Befragten.

Somit stehe in den Augen der Bevölkerung das Ziel höherer Ruhestandseinkünfte deutlich vor allen anderen staatlichen Aufgaben wie etwa einer verbesserten Gesundheitsversorgung (52 Prozent), besseren Schulen und Ausbildungsmöglichkeiten (51 Prozent) sowie mehr Wohnraum (40 Prozent).

Besonders stark sei das Plädoyer für höhere Ruhestandseinkommen unter den ersten Jahrgängen der sogenannten Babyboomer-Generation, die vor dem Eintritt ins Rentenalter stehen. Von diesen 55- bis 64-Jährigen stimmten mehr als 80 Prozent der Forderung zu.

Babyboomer sind besonders frustriert

Hier ist der „Renten-Frust“ laut Axa auch besonders groß. So erwarten fast sechs von zehn Menschen dieser Altersgruppe (56 Prozent) im Ruhestand eine verschlechterte Lebensqualität, fast niemand eine Verbesserung (zwei Prozent).

Beinahe zwei Drittel von ihnen (63 Prozent) haben heute mehr Angst vor dem Thema Altersvorsorge als früher. Und über drei Viertel (78 Prozent) stimmen der Aussage zu, „das Vertrauen in die Politik beim Thema Altersvorsorge verloren zu haben.“

Dr. Patrick Dahmen, Mitglied des Vorstands im Axa Konzern, resümiert: „Das Ergebnis des diesjährigen Axa Deutschland-Reports kommt einem regelrechten Aufschrei der Bevölkerung zur Verbesserung der Situation im Ruhestand in Deutschland gleich.“

„Vor allem die Babyboomer-Jahrgänge als nächste Rentnergeneration empfinden die Kluft zwischen den finanziellen Möglichkeiten im Berufsleben und im Ruhestand offenbar als besonders groß.“

Seite zwei: Sorgen dominieren alle Altersgruppen

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