26. Juni 2018, 11:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Axa Deutschland-Report: “Babyboomer” zeigen sich frustriert

Immer mehr Berüfstätige sorgen sich beim Gedanken an ihren Ruhestand. Wer schon Rentner ist, der berichtet häufig von einem Verlust an Lebensqualität. Währenddessen sinkt das Vertrauen in die Politik landesweit auf Tiefstwerte. Das und mehr geht aus dem aktuellen Deutschland-Report des Versicherungsunternehmens Axa hervor.

Axa Deutschland-Report: Babyboomer zeigen sich frustriert

Der Anteil der Rentner und Pensionäre, die von einer verbesserten Lebensqualität im Vergleich zum Berufsleben berichten, sinkt immer weiter.

Im April 2018 hat der Versicherungskonzern Axa in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Yougov Deutschland insgesamt 3.368 Interviews mit Erwerbstätigen und Personen im Ruhestand in allen 16 Bundesländern geführt.

Um aus diesen Gesprächen bundesweite Aussagen für den “Axa Deutschland-Report 2018” ableiten zu können, wurden die Ergebnisse zudem bevölkerungsrepräsentativ gesamtgewichtet.

Ruhestandseinkünfte sind wichtigstes Anliegen

Demnach werde derzeit von allen Altersgruppen, unter Erwerbstätigen wie Ruheständlern, in nahezu allen Einkommensschichten und Bundesländern einhellig gefordert, dass Menschen im Ruhestand mehr Geld bekommen müssen. Darauf bestehen bundesweit 70 Prozent der Befragten.

Somit stehe in den Augen der Bevölkerung das Ziel höherer Ruhestandseinkünfte deutlich vor allen anderen staatlichen Aufgaben wie etwa einer verbesserten Gesundheitsversorgung (52 Prozent), besseren Schulen und Ausbildungsmöglichkeiten (51 Prozent) sowie mehr Wohnraum (40 Prozent).

Besonders stark sei das Plädoyer für höhere Ruhestandseinkommen unter den ersten Jahrgängen der sogenannten Babyboomer-Generation, die vor dem Eintritt ins Rentenalter stehen. Von diesen 55- bis 64-Jährigen stimmten mehr als 80 Prozent der Forderung zu.

Babyboomer sind besonders frustriert

Hier ist der “Renten-Frust” laut Axa auch besonders groß. So erwarten fast sechs von zehn Menschen dieser Altersgruppe (56 Prozent) im Ruhestand eine verschlechterte Lebensqualität, fast niemand eine Verbesserung (zwei Prozent).

Beinahe zwei Drittel von ihnen (63 Prozent) haben heute mehr Angst vor dem Thema Altersvorsorge als früher. Und über drei Viertel (78 Prozent) stimmen der Aussage zu, “das Vertrauen in die Politik beim Thema Altersvorsorge verloren zu haben.”

Dr. Patrick Dahmen, Mitglied des Vorstands im Axa Konzern, resümiert: “Das Ergebnis des diesjährigen Axa Deutschland-Reports kommt einem regelrechten Aufschrei der Bevölkerung zur Verbesserung der Situation im Ruhestand in Deutschland gleich.”

“Vor allem die Babyboomer-Jahrgänge als nächste Rentnergeneration empfinden die Kluft zwischen den finanziellen Möglichkeiten im Berufsleben und im Ruhestand offenbar als besonders groß.”

Seite zwei: Sorgen dominieren alle Altersgruppen

Weiter lesen: 1 2 3

1 Kommentar

  1. Die Rentner werden eine immer größere Wählergruppe und eben für die wird auch die Politik gemacht, von den Rentnern für die Rentner.

    Kommentar von Jan Lanc, Neu-Isenburg — 27. Juni 2018 @ 09:52

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Aon zu steigenden Sturmschäden: “Die wirklichen Extreme stehen uns noch bevor”

650 Millionen Euro betragen die Sturmschäden seit Monatsbeginn in Deutschland, so die Schätzung von Rückversicherer AON. 350 Millionen Euro sollen auf Verträge der Sachversicherung entfallen. 300 Millionen Euro sind voraussichtlich an Kaskoschäden in der Kfz-Versicherung auszubezahlen. Im Gespräch erläutert Jan-Oliver Thofern, CEO des Rückversicherungsmaklers bei Aon, dass sowohl das Volumen an Schäden als auch die Höhe der Zahlungen für versicherte Schäden die Branche vor eine neue Herausforderung stellen.

mehr ...

Immobilien

Digitalisierung der Baufinanzierung: Das Ende der Filialbanken?

Die Hausbank, wie wir sie kennen, ist am Straucheln. Ein regionaler Bankberater und der wöchentliche Gang zum Schalter sind Relikte der Vergangenheit. Gastbeitrag von Valentin Drießen, Hausfrage.

mehr ...

Investmentfonds

Draghi’s Kommentare beeinflussen europäischen High Yield-Markt

Draghi’s Aussagen auf dem EZB-Forum in Sintra, Portugal, stellen einen wichtigen Impuls für den europäischen High Yield-Markt dar. Wenn der EZB-Chef erklärt, dass „weitere Leitzinssenkungen und Maßnahmen zur Eindämmung von Nebenwirkungen Teil unserer Instrumente bleiben“, ist zu erwarten, dass diese der Kreditwirtschaft und insbesondere dem High Yield-Markt zugutekommen. Ein Kommentar von Mark Benbow, Manager des Kames Short-Dated High Yield Bond Fund.

mehr ...
20.06.2019

Powells Balanceakt

Berater

„Das beste Lob, das man als Versicherer bekommen kann“

Daniel Bahr war von 2011 bis Dezember 2013 Bundesgesundheitsminister, gilt als „Vater des Pflege-Bahr“, ist seit 2017 Vorstand der Allianz Krankenversicherung und ein Experte beim Thema Pflege. Cash. sprach mit ihm über das unterschätzte Risiko der Pflegebedürftigkeit, die Zurückhaltung des Vertriebs sowie die Kampagne der Allianz mit Markenbotschafter Dieter Hallervorden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Was waren die interessantesten Sachwert-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Recht

Trennung nach Schenkung: Geld zurück, bitte!

Geldgeschenke der Eltern eines Partners müssen zurückgezahlt werden, wenn sich das Paar kurze Zeit nach der Schenkung trennt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 18. Juni 2019 – X ZR 107/16).

mehr ...