Axa startet mit elektronischer Gesundheitsakte

Die Axa bietet Krankenvollversicherten als erster Privatversicherer eine elektronische Gesundheitsakte. Zugreifen können die Versicherten dabei nicht nur über das ePortal, sondern auch über die Gesundheits-App der Axa. Damit ist das Unternehmen der erste Krankenversicherer, der seinen Kunden sowohl per Web als auch per App eine elektronische Gesundheitsakte anbietet.

 

Die elektronische Gesundheitsakte verschafft einen nahezu vollständigen Überblick über die Gesundheitshistorie verbessert die Versorgung.

 

Ausgedruckte Befunde und Medikationspläne, Impfpässe in Papierform sowie auf CD gespeicherte Röntgenbilder würden nach Unternehmensangaben dadurch nahezu überflüssig.

Ausgedruckte Befunde und Röntgenbilder überflüssig

Der Vorteil für Krankenversicherte liegt bei der elektronischen Gesundheitsakte darin, dass Kunden den Überblick über ihre individuelle Gesundheitshistorie behalten und persönliche Dokumente zeit- und ortsunabhängig in einer geschützten Umgebung verwalten können. Ganz wichtig: Allein der Kunde entscheidet, welche Unterlagen in der Akte hinterlegt werden.

Mit wenigen Klicks können medizinische Dokumente wie Befunde, Röntgenaufnahmen oder Medikationspläne der persönlichen Gesundheitschronik hinzufügt werden. Ein so genannter Dokumentensafe bietet einen geschützten Ablageplatz für persönliche Dokumente – wie Impfpass, Mutterpass oder Patientenverfügung.

Weiteres Plus: Informationen und Dokumente lassen sich direkt aus der Akte heraus den behandelnden Ärzten zur Verfügung stellen. Ab August soll es laut Axa auch für Ärzte erstmals möglich sein, Unterlagen direkt digital in die Gesundheitsakte ihrer Patienten einzupflegen, sofern diese sie freischalten. Damit bietet „Meine Gesundheit“ nach Aussage von Axa die in der PKV- und GKV-Welt erste elektronische Gesundheitsakte, die von Patienten und Arzt gleichermaßen befüllt werden kann.

Digitale Vernetzung soll Versorgung verbessern

Die digitale Vernetzung von Patient, Arzt und Versicherer soll zu einer effizienteren, sektorenübergreifenden Versorgung führen. Dadurch, dass ein Arzt sich mit dem Einverständnis seines Patienten innerhalb kürzester Zeit digital über dessen Gesundheitszustand informieren kann, werden unnötige Mehrfachuntersuchungen und Fehlversorgungen vermieden. Darüber hinaus soll die Lösung auch gezielt die Arzneimitteltherapiesicherheit der Kunden fördern.

Ein Medikamentenmanager, der ab sofort auch in der App verfügbar ist, erfasst anhand eingereichter Rezepte die Arzneimittel eines Kunden und weist ihn auf Grundlage dieser Informationen auf mögliche Wechselwirkungen und Unverträglichkeiten von Medikamenten hin. Hierdurch beugt der Versicherer als erste PKV aktiv Fehlmedikationen vor und gibt seinen Kunden mehr Sicherheit bei der Arzneimittelversorgung.

Umfassendes Arzneimittelmanagement

Darüber hinaus können Kunden mit dem Medikamentenmanager Medikamentenlisten und Einnahmepläne erstellen – inklusive Erinnerungsfunktion. Auch die vom Arzt ausgestellten bundeseinheitlichen Medikationspläne können direkt in den Einnahmeplan übernommen werden. Das erleichtert Arzneimittel-Verordnungen. Folgerezepte können direkt im ePortal beim Arzt bestellt werden. Laut Axa ist dieses umfassende Arzneimittelmanagement für Kunden branchenweit bis dato einzigartig.

Derzeit stehen rund 60.000 Ärzten in Deutschland sämtliche Funktionen von „Meine Gesundheit“ über das Arztinformationssystem des Kooperationspartners CompuGroupMedical zur Verfügung. Perspektivisch sollen weitere Arztinformationssysteme angebunden werden. (dr)

Foto: Shutterstock

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