19. Januar 2018, 18:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ergo entlässt Vertriebsvorstand

Der ehemalige Vertriebsvorstand des Versicherers Ergo, Stephan Schinnenburg, muss seinen Vorstandsposten räumen, da er wiederholt verbal ausfällig geworden ist. Das meldet das “Manager Magazin” am Freitag. Damit geht der stetige Wechsel der Vorstände bei der Ergo weiter.

ERGO-Duesseldorf-2012-5-300dpi in Ergo entlässt Vertriebsvorstand

Zentrale der Ergo Versicherungsgruppe in Düsseldorf

Erst Ende 2017 hat der Vorsitzende des Vorstands der Ergo Group Markus Rieß mehrere Vorstandsposten neu besetzt, nun ist auch der Posten des Vertriebsvorstands vakant.

Wiederholt sei Stephan Schinnenburg, Vertriebsvorstand der Ergo Versicherung, verbal ausfällig geworden. Das meldet das “Manager Magazin” am Freitag. Schinnenburg sei für die Betreuung der Makler zuständig gewesen. Seine Direktoren habe er gefragt, welche Mitarbeiter Vertriebsziele anzweifeln oder unterdurchschnittliche Ergebnisse liefern würden.

“Nicht mit unseren Werten vereinbar”

“Die Genannten wollte Schinnenburg dann sinnbildlich an den Türrahmen nageln und dort so lange hängen lassen, bis sie stänken”, schreibt das “Manager Magazin”, dem nach eigenen Aussagen eidesstaatliche Versicherungen vorliegen, die die Drohungen bestätigen. Auch einzelnen Mitarbeitern habe er wiederholt gedroht.

Auf Anfrage des Magazins antwortete der Versicherungskonzern: “Wir haben umgehend eine Prüfung des Sachverhalts eingeleitet. Sollte sich dieser in der vorgetragenen Form bestätigen, werden wir uns von dem Betroffenen trennen. Der Vorfall ist ganz und gar nicht mit unseren Werten zu vereinbaren. Wer so etwas sagt, für den ist bei der Ergo kein Platz.”

Inzwischen sei Schinnenburg freigestellt, dessen Vertrag erst 2016 um weitere fünf Jahre verlängert worden sei. Seine Aufgaben in den Versicherungsgesellschaften übernimmt vorübergehend Ergo-Manager Michael Fauser, wie das “Handelsblatt” berichtet. (kl)

Foto: Ergo

1 Kommentar

  1. Das Leben ist kein Pony-Hof. In unserer Branche zählen einfach die Zahlen! Und Ziele… Werden Ziele nicht erreicht, muss man sich erklären! Dafür werden üppige Gehälter auf die Konten gerollt. Wer mit Herrn Schinnenburgs Sprachgebrauch nicht klar kommt, soll bitte in die Sauna gehen. Und sich “Hussen” auf die Planken legen. Grüße aus Süd-West-Sachsen. Horrido. Ihr Uwe H.

    Kommentar von Uwe H. — 22. Januar 2018 @ 13:22

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Wie viel verdient man in der Ausbildung?

Bankkauffrau, Konditor, Friseur oder Maurerin: Mit dem Schulabschluss in der Tasche beginnt für viele junge Menschen in der Ausbildung ein neuer Lebensabschnitt. Und mit ihm füllt sich meistens zum ersten Mal das eigene Konto. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sparsam mit dem Taschengeld der Eltern sein musste. Doch wie viel Geld verdient man während der Ausbildung eigentlich? Und was tun, wenn das Geld nicht reicht? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

mehr ...

Immobilien

Renovieren: BGH nimmt Vermieter und Mieter in die Pflicht

Langjährige Mieter können ihren Vermieter zum Renovieren verpflichten, müssen sich aber an den Kosten beteiligen. Voraussetzung ist außerdem, dass sich der Zustand der Wohnung seit Einzug deutlich verschlechtert hat.

mehr ...

Investmentfonds

Reges Interesse an Unternehmensteilen von Wirecard

Für die Teile des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters ein reges Interesse unter Investoren.

mehr ...

Berater

Wie lange hält Urlaubsanspruch? Richter wenden sich an EuGH

Um über die Dauer von Urlaubsansprüchen bei Arbeitnehmern mit Langzeitkrankheit urteilen zu können, hat das Bundesarbeitsgericht den Europäischen Gerichtshof um eine Vorabentscheidung gebeten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Umsatz gestiegen, Kurse gefallen

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnet im Juni bezüglich der Anzahl der Transaktionen und des Nominalumsatzes eine leichte Belebung des Zweitmarkts für geschlossene Fonds. Der Durchschnittskurs sank hingegen zum dritten Mal in Folge.

mehr ...

Recht

Weiterbildung in Zeiten von Covid-19

Die Corona-Pandemie hat das Interesse der Versicherungsvermittler an der Nutzung der Möglichkeiten digitaler Weiterbildung gesteigert, um so sicherzustellen, dass das gesetzliche Pflichtsoll von mindestens 15 Stunden Weiterbildungszeit pro Jahr erfüllt wird. Doch nicht jedes Webinar erfüllt die Voraussetzungen, die für eine Anrechenbarkeit im Rahmen der gesetzlichen Weiterbildungspflicht gefordert sind. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...