8. Januar 2018, 08:30
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FDP kritisiert Rentenpolitik von SPD und Union

Die FDP hat die Rentenpolitik von SPD und Union scharf kritisiert. Die Pläne gehen nach Ansicht der FDP zu Lasten der jungen Generation, die nicht nur Geld sondern auch Zukunftschancen verlieren würden.

FDP kritisiert Rentenpolitik von SPD und Union

Die FDP hat die Rentenpläne von SPD und Union scharf kritisiert.

“Allein die Rentenpläne der SPD würden bis 2040 etwa 650 Milliarden Euro kosten”, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, der Deutschen Presse-Agentur. “Da diese Kosten durch Steuerzuschüsse in die Rentenkasse finanziert werden sollen, raubt dieser Irrsinn alle Spielräume für Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Forschung.”

Buschmann fügte hinzu: “Die junge Generation müsste diese Pläne also nicht nur teuer mit Geld, sondern auch mit verlorenen Zukunftschancen bezahlen.” Union und SPD dürften nicht die Generationengerechtigkeit mit Füßen treten, mahnte der FDP-Abgeordnete.

“Nicht nachvollziehbare Mathematik”

Besonders die SPD betreibe eine nicht nachvollziehbare Mathematik. “Wenn sie bei immer weniger Beitragszahlern gleichzeitig ein höheres Rentenniveau und eingefrorene Beiträge verspricht, geht das nur mit gewaltigen Zuschüssen aus dem Steuerhaushalt. Damit müssen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Zeche gleich doppelt bezahlen: als Beitrags- und als Steuerzahler.”

Buschmann bezog sich bei den Zahlen auf Annahmen des Meinungsforschungsinstitut Prognos. Dieses hatte berechnet, was es bedeutet, wenn man das Rentenniveau bei 48 Prozent und den Beitragssatz auf einem höherem Niveau als heute einfriert. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

2 Kommentare

  1. Was Gerd Borchers schreibt, stimmt 100%ig! Gerade die, die über unsere Rente entscheiden, haben sichaus dem Solidarsystem ausgeklinkt. Unser Rentensystem krankt an mangelder Solidarität, darüber sollten auch einmal die Beamten nachdenken.
    Und wenn Marco Buschmann (FDP) sagt, die Rentenpläne der SPD würden bis 2040 dem Staat etwa 650 Milliarden Euro kosten und damit zu Lasten der jungen Generation gehen, kann ich ihmsagen: Der Staat schuldet der Rentenversicherung ca 750 Milliarden Euro an versicherungsfremden Leistungen!!! Die Pflichtversicherten und Rentner stützen den Staat mit jährlich 20 Milliarden Euro aus der Rentenkasse, weil der Bundeszuschuß um diesen Betrag zu gering ist. Wir fordern auch für die Rentenversicherung eine Bürgerversicherng!

    Kommentar von Holger Mairoll — 10. Januar 2018 @ 11:31

  2. Fakt ist, daß die Zahl der Beitragszahler gezielt erhöht wird. Es kann nicht sein, daß sich ganze Berufsgruppen wie Beamte, Selbstständige, Ärzte, Rechtsanwälte, Juristen, Politiker u.ä. aus der Beitragszahlung für die Rentenkasse heraushalten und sich dann beschweren wenn Sie zu notwendigen,erhöhte Steuerzahlungen herangezogen werden. Das hat mit Solidarität wenig zu tun. In Österreich z.B. funktioniert das hervorragend. Allerdings sind die Beiträge dort etwas höher und die Arbeitgeber zahlen mehr ein als der Arbeitnehmer. Das verstehe ich unter sozialer Marktwirtschaft und nicht wie in Deutschland verfahren wird.

    Kommentar von Gerd Borchers — 9. Januar 2018 @ 17:29

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