28. November 2017, 12:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Viele Deutsche schätzen zukünftiges Rentenniveau falsch ein

Nach einer Studie der GfK im Auftrag der RWB Group aus Oberhaching kennen 70 Prozent der Deutschen das mögliche Rentenniveau 2030 nicht. Jeder Vierte schätzt es – teils bis zu 30 Prozentpunkte – zu hoch ein.

Rente-Altersvorsorge in Viele Deutsche schätzen zukünftiges Rentenniveau falsch ein

Vor allem Frauen und Befragte mit geringem Einkommen wissen schlecht Bescheid.

Das gesetzliche Rentenniveau sinkt bis 2030 von aktuell 48,2 auf 43 Prozent des verfügbaren Durchschnittsentgelts (Quelle: Deutsche Rentenversicherung). 70 Prozent der Deutschen ist dies nicht bewusst. Jeder Vierte schätzt es – teilweise bis zu 30 Prozentpunkte – zu hoch ein. Gerade einmal 39,3 Prozent der Männer und 21,4 Prozent der Frauen sind sich der voraussichtlichen Entwicklung bewusst.

Dies zeigt eine repräsentative Finanzwissenstudie der RWB Group, dem marktführenden Anbieter von Private-Equity-Dachfonds für Privatanleger, die von GfK durchgeführt wurde, so eine Mitteilung von RWB.

Berufseinsteiger mit wenig Wissen

In der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen ist die Unwissenheit über das zukünftige Rentenniveau demnach besonders hoch. 80,5 Prozent der Befragten dieser Altersgruppe wissen nicht, wie hoch das Standardrentenniveau 2030 voraussichtlich sein wird. „Für junge Menschen ist das Rentenalter noch weit weg und der finanzielle Spielraum zur Vorsorge oft knapp. Dabei zahlt es sich aus, früh zu beginnen“, sagt Norman Lemke, Vorstand und Gründer der RWB Group.

„Das funktioniert bereits mit kleinen Beträgen. Denn je länger der Anlagezeitraum ist, desto stärker kommen der Zinseszinseffekt und die langfristig positive Wertentwicklung von breit gestreuten Unternehmensbeteiligungen zum Tragen“, so Lemke weiter.

Beruf und Verdienst entscheidend für Finanzwissen

19,7 Prozent der Befragten mit einem Nettohaushaltseinkommen von 1.500 Euro oder weniger wissen, wie hoch die staatliche Rente später einmal sein wird. Bei einem Einkommen von 3.000 Euro und mehr verdoppelt sich der Anteil auf 38,2 Prozent. Der Berufsstand spielt ebenfalls eine Rolle. So wissen 28,5 Prozent der Arbeiter und Angestellten, dass das Standardrentenniveau bis 2030 auf 43 Prozent gesenkt werden kann. Unter Selbständigen und in freien Berufen Tätige wissen dies dagegen 44,9 Prozent.

„Das Gute ist, dass die Möglichkeiten vorhanden sind, sich mit der richtigen Anlagestrategie ein ausreichendes Polster aufzubauen. Wer sich rechtzeitig mit dem Vermögensaufbau beschäftigt, muss das Rentenalter also nicht fürchten“ sagt Horst Güdel, Vorstand und Gründer der RWB Group. „Mein Tipp: Im ersten Schritt sollte man sich Grundlagenwissen zur Geldanlage aneignen. Das kann spannender sein, als manch einer denkt.“

RWB hat zu diesem Zweck in Zusammenarbeit mit dem Wissensmagazin und TV-Sender „Welt der Wunder“ eine kostenlose Quiz-App entwickelt. (sl)

RWB Infografik -Rente in Viele Deutsche schätzen zukünftiges Rentenniveau falsch ein

Abbildung: RWB Group / Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nachfolgeplanung: Die Hoffnung ruht zu Unrecht auf dem Mitbewerber

Ein Drittel der Maklerbetriebe ist im Hinblick auf die eigene Altersversorgung auf den Verkauf des Betriebes angewiesen. Dessen ungeachtet haben 48 Prozent der Befragten noch keine Nachfolgeregelung geplant oder getroffen. Dies ist zentrales Ergebnis einer Studie zum Thema Unternehmensnachfolge in Maklerbetrieben, die die Versicherungsforen Leipzig gemeinsam mit den Maklerforen Leipzig und der Berufsakademie Dresden durchgeführt haben.

mehr ...

Immobilien

Warum der Mietendeckel Mietern nicht hilft

Der Berliner Senat will den sogenannten Mietendeckel einführen, die Bestandsmieten also für fünf Jahre einfrieren. Es soll eine Antwort auf die kräftigen Mietpreissteigerungen der vergangenen Jahre sein, die vielen Berlinern zu schaffen machen – 84 % der Berliner Haushalte leben zur Miete. Ein Kommentar von Nedeljko Prodanovic, Geschäftsführer Stonehedge, zum Mietdeckel

mehr ...

Investmentfonds

Sachwertanlagen bieten Renditevorsprung

„Die Niedrigzinsphase hält weiter an und die Abkühlung in der Wirtschaft führt zu wenig Freude an den Börsen“, prognostiziert Johannes Sczepan, Geschäftsführer der Finanzberatungsgruppe Plansecur, für 2019. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Plansecur-Chef sogenannte Alternative Investment Fonds (AIF) „als Bestandteil eines Portfolios, sofern es zum individuellen Anlagekonzept passt“.

mehr ...

Berater

Personalnotstand im Asset-, Property- und Transaction Management

Der Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft setzt sich zunehmend auch in Bereichen des Immobilienmanagements fort. Als Resultat der insgesamt gestiegenen Neubautätigkeit über sämtliche Assetklassen hinweg, steigt die Anzahl der fertiggestellten bzw. gehandelten Immobilien stetig und damit der Bedarf an Asset- und Property Managern sowie Acquisition- und Transaction Managern. An qualifizierten Kandidaten herrscht jedoch bundesweit erheblicher Mangel.

mehr ...

Sachwertanlagen

“KI benötigt internationale Regeln”

Eine aktuelle Studie von Horváth & Partners, für die mehr als 160 Finanzentscheider befragt wurden, offenbart enormen Nachholbedarf der Finanzabteilungen von Unternehmen. Cash. sprach mit Stefan Tobias, Partner bei Horváth & Partners, über die Gründe und weshalb sich die Finanzvorstände offensichtlich mit neuen Technologien so schwer tun.

mehr ...

Recht

Versicherungspolicen: Wo es Steuern zurückgibt

In diesem Jahr verlängert sich erstmalig die Frist zur Abgabe der Steuererklärung auf den 31. Juli. Besonders Steuererklärungs-Muffel wird die zwei-monatige Fristverlängerung freuen. Dabei kann man mit den richtigen Tipps und Kniffen durchaus eine ganze Menge der gezahlten Steuern wiederbekommen. Dies gilt auch für die abgeschlossenen Versicherungspolicen.

mehr ...