7. Mai 2018, 12:22
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GDV-Einbruchsreport 2018 – 20 Prozent weniger Einbrüche

Für Einbrüche mussten die deutschen Versicherer 2017 so wenig Schadenersatz leisten wie zuletzt vor acht Jahren. Rund 360 Millionen Euro betrugen die versicherten Schäden laut Hochrechnung, während sie in den letzten fünf Jahren im Schnitt jeweils rund eine halbe Milliarde Euro ausmachten.

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Im vergangenen Jahr haben die Versicherungsunternehmen nach GDV-Angaben erneut einen Rückgang bei der Zahl der gemeldeten Wohnungseinbrüche verzeichnet.

Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Rückgang rund 20 Prozent. Den Versicherern wurden im Jahr 2017 rund 120.000 Einbrüche gemeldet. Das geht aus aktuellen Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vor. In der Statistik sind auch Einbrüche in Keller, Dachböden oder Hauswirtschaftsräume enthalten. Mit 39.075 Einbrüchen verbuchte Nordrhein-Westfalen die meiste Zahl an Einbrüchen. Die Hochburgen hierzulande sind die Hansestädte Bremen und Hamburg. Mit 7,3 Einbrüchen pro 1.000 Haushalte rangiert dabei Bremen deutlich vor Hamburg mit 5,9 Einbrüchen auf 1.000 Haushalte. Den stärksten Rückgang verzeichnete das Saarland. Hier ging die Zahl um rund 29 Prozent zurück.

Einbruchzahlen auf hohem Niveau

„Die vermeintliche Trendwende beim Thema Einbruch ist aber eine Illusion“, sagt GDV-Präsident Wolfgang Weiler. „Damit wir nicht wieder einen Anstieg wie vor zehn Jahren sehen, sind weiterhin alle Anstrengungen notwendig. Das Niveau der Einbruchzahlen bleibt hoch, die Unterschiede zwischen den Bundesländern erheblich.“ Viele Hausbesitzer haben in Sicherheitstechnik investiert, das zeigt die hohe Nachfrage nach staatlichen Fördermitteln bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Darüber hinaus kooperieren die Versicherer aber auch mit Herstellern von Sicherheitstechnik. Es zahlt sich aus, es Einbrechern möglichst schwer zu machen: Fast 45 Prozent der Einbruchsversuche werden abgebrochen, etwa wenn die Täter nicht schnell genug rein kommen, so der GDV. Preiswerter als Nachrüstlösungen sei der systematische und flächendeckende Einbau moderner Sicherheitstechnik in Neubauten. Dafür müssten die Bauvorschriften allerdings angepasst werden, so GDV-Präsident Weiler. „Zusammen mit einer intensiven Strafverfolgung und Aufklärung könnte dies die grundsätzlich positive Entwicklung der Einbruchzahlen fortschreiben.“ (dr)

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