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6. Juni 2018, 08:00
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ICA 2018: Aktuare fordern mehr Transparenz und Planungssicherheit bei der Altersvorsorge

„Nur kollektive Sparprozesse sichern eine langfristige sowie nachhaltige Altersvorsorge und sorgen damit für Planungssicherheit im Ruhestand.“ Das hat der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV), Roland Weber, beim Weltkongress der Aktuare (ICA 2018) in Berlin unterstrichen.

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Roland Weber, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Aktuarvereinigung, fordert mehr Transparenz in der Altersvorsorge.

Denn im Gegensatz zu individuellen Spar- und Entsparkonzepten garantierten kollektive Ansätze nicht nur lebenslange Leistungen und eine Absicherung von Versorgungsberechtigten, sondern berücksichtigten auch den Trend zur stetigen Erhöhung der Lebenserwartung.

Darüber hinaus profitierten die Versicherungsnehmer von Vererbungseffekten im Kollektiv und durch die gesamthafte Kapitalanlage würden zusätzliche Puffer gebildet, die für eine höhere Effizienz und Effektivität der Rentenprodukte sorgten. „Diese Vorzüge werden viel zu oft in den ausschließlich von Renditeerwartungen dominierten Diskussionen vernachlässigt“, kritisierte Weber und sprach sich für eine Rückbesinnung auf die Stärken der kollektiven Sparprozesse aus.

Mangelhafter Überblick über künftige Rente

Daneben plädiert die Akturvereinigung auch für mehr Transparenz und damit Ehrlichkeit über die Leistungen in der Rentenphase. „Bisher wissen viele Bürger nur, was sie monatlich zur Seite legen, haben aber keinen gesamthaften Überblick über ihre künftigen Rentenzahlungen“, betonte Weber. Deshalb unterstützt die DAV die Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, eine säulenübergreifende Renteninformation herauszugeben, wie es beispielsweise in Großbritannien, den Niederlanden oder Schweden üblich ist.

So könnten die Bürger verlässlich über ihre Rentenansprüche sowohl aus der gesetzlichen als auch der betrieblichen und privaten Rentenversicherung informiert werden. „Mit diesem Fundament an Wissen können viel qualifiziertere Entscheidungen für die Altersvorsorge getroffen werden, um potenzielle Versorgungslücken zu schließen“, erläuterte Weber.

Ziel sei es, die kollektive kapitalgedeckte Altersvorsorge als ergänzende Säule neben der umlagefinanzierten gesetzlichen Rente zukunftsfest zu machen. „Denn nur mit einem ganzheitlichen Ansatz und einem Nebeneinander beider Altersvorsorgekonzepte können die Herausforderungen des demografischen Wandels sowie der anhaltenden Tiefzinsphase gemeistert werden“, zeigt sich der Vorsitzende der Aktuarvereinigung überzeugt. (dr)

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