Indexpolicen: 2017 war ein gutes Jahr

Laut einer aktuellen Studie der Rating-Agentur Assekurata war es Kunden im vergangenen Jahr möglich, durch Indexpolicen an den Renditechancen des Kapitalmarkts teilzuhaben, ohne auf sicherheitsorientierte Anlageformen verzichten zu müssen.

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Der stetige Aufwärtstrend an den Kapitalmärkten wirkt sich auch positiv auf die Renditen von Indexpolicen aus.

Indexpolicen reihen sich zwischen konventioneller und fondsgebundener Lebensversicherung ein, enthalten durch die Bindung an den Deckungsstock aber einen klassischen Kern“, erklärt Lars Heermann, Bereichsleiter Analyse und Bewertung von Assekurata.

Er sagt weiter: „Dabei ergeben sich die jährlichen Renditen aus einem speziellen Beteiligungsmechanismus an einem Index.“ So konnten die untersuchten Indexpolicen im Jahr 2017 durch den Aufwärtstrend an den Kapitalmärkten Renditen zwischen fünf und zehn Prozent erzielen.

Da beispielsweise der deutsche Leitindex DAX 2017 mehrfach neue Höchststände erreicht und eine Jahresrendite von über zwölf Prozent erzielt habe, konnten Kunden einer Indexpolice mit DAX-Beteiligung an dieser Entwicklung teilhaben.

Auch Null-Renditen möglich

Diese Möglichkeit boten laut Assekurata nur zwei der untersuchten Policen, während ganze sieben Policen auf den Euro-Stoxx 50 zurückgriffen, welcher mit seiner Rendite im letzten Jahr ebenfalls die Zehn-Prozent-Marke übertraf.

In anderen Kapitalmarktphasen sei es, beispielsweise durch Ad-hoc-Kursrückgänge an den Kapitalmärkten, auch denkbar dass Kunden mit Null-Renditen leben müssen. An dieser Stelle greife jedoch bei allen Tarifen der produktimmanente Kapitalerhalt.

Im Gegenzug partizipieren Kunden nur anteilig an der Wertenwicklung des jeweiligen Indizes. „Die Renditebeschränkung stellt ein elementares Wesensmerkmal von Indexpolicen dar und ist letztlich der Preis für das ausgeprägte Sicherheitsnetz“, kommentiert Heermann.

Formen der Renditebeschränkung

Um die maßgebliche jährliche Renditegutschrift feststellen zu können, werde bei der Mehrzahl der unteruchten Tarife die monatliche Wertentwicklung des Index aufsummiert, wobei eine Renditebeschränkung für positive Monate greifen könne.

Für diese Beschränkung haben sich Assekurata zufolge zwei Formen herausgebildet: Cap und Quote. Bei zweiterem partizipieren die Kunden anteilig an einer positiven Indexentwicklung, während ein Cap den Aufschwungphasen an bestimmter Stelle einen Deckel aufsetze.

Somit werde der Kunde mit seinem Sparkapital nur bis zu einer im Voraus festgelegten Höhe an der positiven Performance des Index in einzelnen Monaten beteiligt. „Aufgrund der Renditebeschränkung durch Cap oder Quote sind Indexpolicen nicht mit einem Direktinvestment vergleichbar“, stellt Heermann klar.

Seite zwei: Überschussentwicklung beobachten

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