15. Oktober 2018, 06:15
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Keine Lust auf Rutschpartie? Worauf Autofahrer jetzt achten sollten

Sommerreifen in Herbst und Winter sind lebensgefährlich. Von “O” bis “O” (Oktober bis Ostern) herrscht einem ungeschriebenen Gesetz zufolge Winterreifenzeit. Warum sich Autofahrer an diesem Zeitraum orientieren sollten und worauf man beim Kauf unbedingt achten sollte.

Keine Lust auf Rutschpartie? Worauf Autofahrer jetzt achten sollten

Bei Frost und Schnee ist es meist zu spät. Abgesehen davon, dass Sommerreifen im Herbst und Winter mitunter lebensgefährlich sein können.

Winterreifenpflicht
 situativ – und was heißt das nun?

Gerade von Bewohnern schneearmer Gegenden wurde in der Vergangenheit gern auf die richtige Bereifung verzichtet, da sich deren Anschaffung ihrer Meinung nach ohnehin nicht lohnte und es auch keine explizite Vorschrift gab. Seit 2010 ist aber eine sogenannte “situative Winterreifenpflicht“ in Paragraph 2 Abs. 3a der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) verankert, betont die Arag in einer aktuellen Mitteilung.

Das bedeutet: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf das Fahrzeug nur gefahren werden, wenn es mit geeigneten Reifen ausgerüstet ist. Als wintertauglich gelten dabei laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) grundsätzlich nur noch solche Reifen, die das Alpine-Symbol, ein Bergpiktogramm mit Schneeflocke, aufweisen. Sogenannte M+S-Reifen dürfen nach einer Übergangsregelung noch bis zum 30. September 2024 gefahren werden, sofern sie bis zum 31. Dezember 2017 hergestellt wurden.

Achtung: Wer als Fahrer gegen Paragraph 2 Abs. 3a StVO verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 80 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Auch der Halter des Wagens wird neuerdings mit 75 Euro zur Kasse gebeten; er bekommt ebenfalls einen Punkt im Fahreignungsregister.

Seite 2: Sommer ade –  ab wann?

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2 Kommentare

  1. Lieber Atha.: Vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Ein Sommerreifen, der bei niedrigen Temperaturen einem Winterreifen in nichts nachsteht? Eine gewagte These! Die ich aber hier auf der Seite angesichts der möglichen Gefahren definitiv nicht in dieser Form stehen lassen will. Ein Sommerreifen hat im Winter nicht nur auf Schnee das Nachsehen. Das Problem der Sommerreifen ist die Gummimischung. Und die ist nun mal nicht auf die niedrigen Temperaturen ausgelegt. Dies belegen diverse Tests. Hinzu kommt das andere Laufflächenprofil mit Lamellen, die bei der Witterung für deutlich mehr Grip sorgen.

    Wir haben zwar eher nasse als schneereiche Winter. Aber Vielfahrer oder nicht: Der Bremsweg von Winterreifen bei einer Temperatur von fünf Grad liegt – bei einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern – bei Nässe bei 65 Metern im Schnitt. Mit Sommerreifen sind es vier Meter mehr. Eine Distanz von etwa einer Wagenlänge. Und die ist durchaus entscheidend, ob Sie hinter dem Vordermann zum Stehen kommen, oder in seinem Heck einschlagen!

    Bei Schnee liegt der Bremsweg mit Winterpneus – bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern – bei rund 35 Metern. Der Sommerreifen kommt hier auf 62 Meter! Und wenn der Winterreifen steht, ist der Wagen mit Sommerreifen noch mit 35 Stundenkilometern unterwegs. Übrigens schreibt der ADAC auch: “Wer Fahrten bei “Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte” zuverlässig vermeiden kann, darf auch weiterhin im Winter mit Sommerreifen fahren.” Und ob das bei einem typischen Winter, wie wir ihn in unseren Breiten kennen, der Fall ist, mag dahin gestellt sein.

    Kommentar von Jörg Droste — 15. Oktober 2018 @ 15:25

  2. Alles nett und schön und sehr pauschal geschrieben.

    Bereits vor ein paar Jahren hat der ADAC nachgewiesen, dass die Haftung von Sommmerreifen auf Asphalt und bei niedrigen Temperaturen den Winterreifen in nichts nachsteht. Also pauschal zu sagen Sommerreifen sind im Winter lebensgefährlich ist weit hergeholt.

    Unabhängig davon sollte man natürlich als Vielfahrer auf die passende Bereifung achten und rechtzeitig sich darauf einstellen. Denn auch das hat der ADAC bewiesen; auf Schnee sind die Sommerreifen den Winterreifen klar unterlegen.

    Kommentar von Atha. — 15. Oktober 2018 @ 14:17

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