„KI krempelt die Versicherungsbranche um“

Zum Beispiel müssen dann bei einfachen Aufgaben wie Adressänderungen, Kontowechseln oder Änderungen der Zahlungsweise Versicherungsmitarbeiter oft gar nicht mehr eingreifen.

Bereits heute werden in der Lebensversicherung branchenweit 8,7 Prozent aller Anfragen von Anfang bis Ende nur von Computersystemen bearbeitet, im Schaden- und Unfallbereich sind es 15,7 Prozent – also bereits jede sechste Kundenanfrage.

Auch der Versicherer Zurich Insurance setzt unter dem Schlagwort Software Robotics schon seit 2015 Systeme mit Künstlicher Intelligenz ein. Im Segment Lebensversicherungen bearbeitet der elektronische Helfer täglich rund 500 Vorgänge.

Abwicklung binnen fünf Sekunden

Programme legen automatisch Akten an, verwandeln eingescannte Schreiben in maschinenlesbaren Text, prüfen Rechnungen auf Plausibilität oder lösen eigenständig Zahlungen aus. In der Schadensabteilung wird neben den Online-Schadensmeldungen auch ein Großteil der Kfz-Glasschäden mit Software Robotics automatisiert verarbeitet.

Aktuell werden mit der Software bereits rund 40.000 Schadenfälle pro Jahr vollautomatisch verarbeitet, Tendenz steigend. Benötigte ein Mitarbeiter durchschnittlich 52 Minuten, wickle die lernfähige Software einen Fall nun binnen fünf Sekunden ab.

Die Versicherungskammer Bayern geht noch einen Schritt weiter. Sie setzt den KI-Computer IBM Watson zur Erkennung von Emotionen ein. Das System durchsucht die eingehende Kundenpost vor allem nach Unmutsäußerungen und Angebotswünschen.

Seite drei: Unmittelbarer Mehrwert für Kunden

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