Anzeige
21. Februar 2018, 14:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Krankengeld: Die wichtigsten Fakten

Das gesetzlich geregelte Krankengeld kann Arbeitnehmer bei längerer Krankheit für begrenzte Zeit finanziell absichern – sofern ein Anspruch darauf besteht. Rechtsanwalt Dr. Stephan Renners von der Kanzlei Kahlert Padberg aus Hamm beantwortet die größten Fragen.

Krankengeld: Die wichtigsten Fakten

Eine Krankentagegeldversicherung kann die Lücke zwischen üblichem Nettoverdienst und Krankengeld schließen.

Für den Rechtsschutzversicherer Roland Rechtsschutz erklärt Dr. Stephan Renners die wichtigsten Fakten rund um das Krankengeld für Arbeitnehmer.

Wann besteht Anspruch auf Krankengeld?

Wer als Arbeitnehmer krank wird, der bekommt vom Arbeitgeber laut Renners für bis zu sechs Wochen weiter sein volles Gehalt. Im Anschluss habe der Erkrankte dann Anspruch auf Krankengeld von der gesetzlichen Krankenversicherung.

Wie lange bekommt man Krankengeld?

Maximal werde das Krankengeld für einen Zeitraum von 78 Wochen gezahlt, und zwar innerhalb von drei Jahren ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit.

Sollte der Betroffene also aufgrund derselben Krankheitsursache mehrfach einige Wochen nicht arbeiten können, so sei die Zahlung auf 78 Wochen begrenzt. Werde er durch eine andere Erkrankung arbeitsunfähig, so beginne eine neue Blockfrist von drei Jahren.

Tritt die neue Krankheit zur zuerst gemeldeten hinzu, bleibt es bei der Frist von 78 Wochen“, erklärt Rechtsanwalt Stephan Renners. Nach Ablauf dieser Frist müsse der Arbeitnehmer entweder wieder arbeiten, sich arbeitslos melden oder eine Erwerbsminderungsrente beantragen.”

Sei nach 78 Wochen Krankengeldzahlung eine mittel- oder langfristige Rückkehr an den Arbeitsplatz noch nicht absehbar, so dürfe der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis beenden.

Wie kann man Krankengeld beantragen?

Damit ein Arbeitnehmer Krankengeld bekommt, muss die Krankmeldung laut Renners unverzüglich und lückenlos erfolgen. “Endet eine Krankschreibung, müssen Sie sich gleich am nächsten Werktag ein neues Attest ausstellen lassen“, gibt er zu verstehen.

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung müsse zudem im Original an die jeweilige gesetzliche Krankenkasse gesendet werden.

Seite zwei: Höhe des Krankengeldes

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Der Hinweis das vom bezogenen Krankengeld noch die Sozialversicherungsbeiträge abgezogen werden, sollte man noch ergänzen. Weiter Informationen und Beispielberechnungen kann man hier nachlesen: https://compare-versicherung.de/wenn-bei-langer-krankheit-auf-einmal-350-euro-im-monat-fehlen/

    Kommentar von Christian Rogalewicz — 2. März 2018 @ 06:54

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Wohin mit Nachbars Laub? Ab über die Hecke!

Der Indian Summer begeistert mit rot-, gold- und braungefärbten Blättern. Doch wenn die Laubmassen zusammengekehrt und entsorgt werden müssen, kommt schnell mal schlechte Laune auf – besonders, wenn es sich Nachbars Laubgut handelt. Muss man sich darum kümmern?

mehr ...

Immobilien

Immobilien-Schenkung: So kann die Schenkungssteuer vermieden werden

Egal ob es sich um eine Immobilie, Schmuck oder ein größeres Vermögen handelt: Eine unentgeltliche Zuwendung unter Lebenden wird per Gesetzbuch als Schenkung definiert — und versteuert. Der Immobiliendienstleister McMakler erläutert legale Möglichkeiten, um die Schenkungssteuer zu reduzieren oder zu umgehen.

mehr ...

Investmentfonds

“Mischfonds bauen Brücke zu renditestarken Anlageklassen”

Deutsche Sparer gefährden ihre Altersvorsorge und ihren Lebensstandard, denn ihr Kapital verliert stetig an Wert. Allein im ersten Halbjahr diesen Jahres waren es 17 Milliarden Euro. Mischfonds können der Ausweg sein, schreibt das BVI in der Serie “Finanzwissen für alle”.

mehr ...

Berater

90 Prozent der Steuerbescheide bei BU-und Basisrenten fehlerhaft?

Führen fehlerhafte Steuermeldungen der Lebensversicherer bei BUZ- und Basisrenten dazu, dass die Betroffenen zu hohe Steuern gezahlt haben? Für den Münchener Rechtsanwalt Dr. Johannes Fiala und Versicherungsmathematiker Peter A. Schramm deutet Vieles darauf hin. Sie empfehlen eine Überprüfung.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erfolgreicher PPP Fund der Deutsche Finance Group wird aufgelöst

Die Deutsche Finance Group hat die Fondsauflösung des PPP Privilege Private Partners Fund zum 31. Dezember 2018 mit einem Kapitalrückfluss in Höhe von 143 Prozent an die Anleger beschlossen.

mehr ...

Recht

BGH verhandelt Widerruf von Zustimmung zu Mieterhöhung

Ist eine Mieterhöhung rechtlich mit dem Abschluss eines Handy-Vertrags am Telefon vergleichbar? Der Bundesgerichtshof (BGH) befasst sich an diesem Mittwoch mit der Frage, ob ein Mieter seine Zustimmung zu einer Mieterhöhung widerrufen kann.

mehr ...