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9. Februar 2018, 13:36
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Rente: DIA bemängelt Koalitionsvereinbarungen

Der in dieser Woche unterzeichnete Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD behandelt diverse Themen, darunter auch die  zukünftige Rentenpolitik. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) sieht bei dieser jedoch große Kritikpunkte.

Rente: DIA bemängelt Koalitionsvereinbarungen

Laut Dieter Weirich, DIA, darf eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit kein Tabuthema mehr bleiben.

Nach Ansicht des DIA nehmen die Koalitionsvereinbarungen von Union und SPD zum Thema Rente keine Rücksicht auf die demographische Entwicklung der Bundesrepublik.

DIA-Sprecher Dieter Weirich zufolge ist es unverständlich, dass die jedem verständliche Verlängerung der Lebensarbeitszeit zum Tabu der Verhandlungen erklärt worden sei.

Eine solche Verdrängung der Alterung der deutschen Bevölkerung sei unverantwortlich gegenüber der gesamten Gesellschaft, insbesondere der jungen Generation.

Belastung für Steuerzahler wächst

Zwar sei eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit schon in vielen Ländern ein Thema, jedoch werde sie in Deutschland weiterhin durch “nicht durchhaltbare Schönwetter-Beschlüsse” ersetzt.

Die beschlossene doppelte Haltelinie des Rentenniveaus von 48 Prozent und des Beitragsniveaus von 20 Prozent werde sich spätestens mit dem Eintritt der Babyboomer-Generation ins Rentenalter als schlichte Illusion erweisen. Der schon jetzt schwer belastete Steuerzahler werde dann noch weiter in Anspruch genommen.

Als weiteren Kritikpunkt identifiziert Weirich die offenkundig noch unklare Ausgestaltung der Mütterrente II. Die Sprecher beider Parteien hätten betont, dass die Finanzierung mit einem Mix aus Geldern der Beitragszahler und Steuern finanziert. So werden die Beitragszahler weiter mit versicherungsfremden Leistungen belastet.

Wenige positive Punkte

Die geplanten Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten und die Pläne zur Altersvorsorge von Selbstständigen sind laut Weirich jedoch positiv anzusehen.

Auch die Einrichtung eines Online-Rentenkontos zur Erhöhung der Transparenz in der Altersvorsorge gehöre schon lange zu den von der DIA vorgetragenen Anliegen. (bm)

Foto: DIA

 

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2 Kommentare

  1. Wie dreist ist diese Regierung eigentlich? redet von gerechtigkeit und übersieht den rest aller Mütter !!

    Kommentar von Dagmar Schröder — 13. März 2018 @ 06:49

  2. Ich finde es unerträglich wenn man immer wieder die Unbezahlbarkeit der Renten bei Verbesserungsvorschlägen ins Feld führt für Menschen welche in diesem Land Jahrzehnte lang gearbeitet und auch Beiträge und Steuern bezahlt haben. Immer wieder wird die unmögliche Belastung für den Steuerzahler ins Feld geführt. Aktuell und schon seit einigen Jahren werden Milliarden für andere Dinge regelrecht aus dem Hut gezaubert bei denen nach keiner Gegenfinanzierung gefragt wird und welche den Steuerzahler langfristig noch wesentlich mehr belasten werden als diese vergleichsweise lächerlichen Summen bei welchen es z.B. um Rentenniveau und diverse Sozialleistungen geht für Menschen welche jahrzehntelang für dieses Land gearbeitet haben.

    Kommentar von Winfried Stangl — 18. Februar 2018 @ 15:48

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