12. März 2018, 11:50
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Lebensversicherung: Bürger sind enttäuscht und verunsichert

Lange Zeit waren Lebensversicherungen ein elementarer Bestandteil der Altersvorsorge in Deutschland. In den letzten Jahren sanken Garantiezinsen und Erträge jedoch und immer häufiger wollen Anbieter ihre Altbestände loswerden.

Lebensversicherung: Bürger sind enttäuscht und verunsichert

Mehr als drei Viertel aller Befragten haben wenig oder gar kein Vertrauen mehr in Lebensversicherungen.

Derzeit befinden sich über 80 Millionen Lebensversicherungs-Policen im Bestand der Versicherer. Eine im Februar durchgeführte Repräsentativbefragung im Auftrag der Facto Financial Services AG offenbart jedoch einen massiven Vertrauensverlust in die Lebensversicherung.

Demnach haben 79 Prozent aller Teilnehmer nur wenig oder gar kein Vertrauen in Lebensversicherungen und nehmen die Versicherer in die Pflicht. Weiterhin fühlen sich 62 Prozent von den Versicherungen und ihren Verkaufsversprechen getäuscht und schlecht beraten.

Angesichts eskalierender Hiobsbotschaften der Medien fühlen sich besonders die älteren Versicherten alleingelassen und verunsichert. Etwa zwei Drittel (63 Prozent) wissen aktuell nicht, wie sie auf Entwicklungen rund um die Lebensversicherungen reagieren sollen.

Darüber hinaus sei diesen zwei Dritteln nicht klar, wer ihnen dabei helfen könnte richtig auf die Veränderungen zu reagieren. Ganze 30 Prozent wären sogar bereit, ihre Lebensversicherung auch mit Verlust zu verkaufen.

Verbraucher fühlen sich allein gelassen

Hier werde ein hoher Bedarf nach unentgeltlichen Beratungsangeboten deutlich, da es unterschiedliche Optionen für Verbraucher gebe, auf die gegenwärtige Krise ihrer Lebensversicherung zu reagieren.

Das gelte besonders für Verträge aus den Jahren 1995 und 2007. So biete ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus dem Jahr 2014 die Möglichkeit zur Rückabwicklung und Beteiligung an den Gewinnen der Versicherer in dieser Zeit.

“Die Ergebnisse der Studie zeigen, wie sehr sich die Verbraucher von den Lebensversicherern allein gelassen fühlen”, sagt Fabian Keller, CEO Facto Financial Services AG. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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