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31. August 2018, 06:59
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Nichts haftet so gut wie der Makler?!

Ein sehr aktuelles Urteil des BGH zur Haftung von Versicherungsmaklern birgt jede Menge Zündstoff für weitere juristische Auseinandersetzungen, meint Stephan Michaelis von der Kanzlei Michaelis in Hamburg.

Michaelis-Stephan2-Kopie in Nichts haftet so gut wie der Makler?!

Rechtsanwalt Stephan Michaelis befürchtet durch ein neues BGH-Urteil eine Prozesslawine.

“Wollen Sie Steuern sparen?” war die taktische Frage eines Versicherungsmaklers, der erwogen hatte, seinem Kunden einen sogenannten “Rürup-Vertrag” anzuempfehlen. Der Kunde antwortete – vermutlich auch wie die meisten Kunden – und teilte mit, dass er bereits eine private Altersvorsorge habe. Nach dem Beratungsgespräch entschied sich der Kunde aber doch, die Prämie zur bisherigen Lebensversicherung erheblich zu reduzieren und sogar eine noch höhere Sparrate in das vom Versicherungsmakler empfohlene und vermittelte Produkt zu stecken. Bis hierin ein alltäglicher Vorgang.

Vorwurf an den Vermittler

Nicht ganz so häufig kommt es dann vor, dass der Kunde diese Entscheidung frühzeitig bereut. Er machte seinem Vermittler den Vorwurf, nicht ausreichend beraten zu haben. Denn nach Auffassung des Kunden könnte es sein, dass der Neuvertrag schlechter performed als der Altvertrag und der Kunden irgendwann in der Rentenbezugsphase möglicherweise einen wirtschaftlichen Nachteil habe. Diese Sorge mag vielleicht auch bei vergleichbarer Sachlage noch den einen oder anderen Kunden umtreiben. Gerade, wenn es sich um schlecht laufende Fondsprodukte handelt und der alte garantierte Zins doch besser war.

Seite zwei: Was der BGH dazu sagt

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1 Kommentar

  1. War der alte Vertrag auch mit Fonds unterlegt. Dann wäre wohl der ganze Vorgang idiotisch. Wenn man als Kunde einen Fonds, egal ob Rürupp oder normal zeichnet, dann sollte man wohl wissen, das neben deutlich höheren Gewinnen auch logischerweise zeitweise Verluste drohen.
    Dies nicht zu verstehen erklärt die völlige Unmündigkeit ausserhalb des Sparbuchs 0,5%-Verluste nach Inflation garantiert, tätig zu werden. In der heutigen Zeit wo es Jährlich tausende Informationen dazu gibt, muß man wohl in der Dunkelkammer gelebt haben, um noch so naiv zu sein.
    Wieviele Leute gibt es noch die eine Sache generell nicht prüfen, wo die Medien ständig negativ über Vermittler berichten, die so blind vertrauen. Ich denke deshalb eher das hier jemand besonders clever Kohle machen wollte. Selbst wenn er recht bekommt wird er einen Verlust machen, dass ist dann aber Ethisch korrekt. Recht durchgesetzt, trotzdem verloren.

    Kommentar von Wilfried Strassnig — 4. September 2018 @ 10:02

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