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23. April 2018, 05:02
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“Produkte unterhalb der BU nicht als zweitklassig behandeln”

Cash. sprach mit Dietmar Bläsing, Sprecher der Vostände der Volkswohl Bund Versicherungen und der Dortmunder Lebensversicherung, über Trends im Bereich Arbeitskraftabsicherung und die Bedeutung von Social Media bei der Kundenansprache.

Blaesing-076 in Produkte unterhalb der BU nicht als zweitklassig behandeln

Dietmar Bläsing, Volkswohl Bund: “Obwohl die Arbeitskraftabsicherung in aller Munde ist, geht die Versorgung insgesamt leicht zurück.”

Cash.: Die Quote der abgesicherten Verbraucher stagniert weiter. Was sind aus Ihrer Sicht die Gründe?

Bläsing: Das ist eine allgemeine Entwicklung am Markt, für die wir keine Erklärung haben. Obwohl die Arbeitskraftabsicherung in aller Munde ist, geht die Versorgung insgesamt leicht zurück. Bei uns im Haus ist der Trend allerdings ein anderer: Wir haben 2017 bei der Arbeitskraftabsicherung konzernweit ein Plus von acht Prozent erreicht. Im ersten Quartal 2018 waren es sogar plus 25 Prozent.

Wie können die aktuellen Produkte zur stärkeren Marktdurchdringung beitragen? Gibt es neue Produktkonzepte, die einen Abschluss für Kunden attraktiver machen?

Ja, die gibt es. Nehmen Sie unsere Grundfähigkeitsversicherung Plan D. Sie ist das erste Produkt der Dortmunder Lebensversicherung und ist im zweiten Halbjahr 2017 auf den Markt gekommen. Plan D versichert bestimmte Fähigkeiten wie zum Beispiel Sprechen, die Hand- und Fingerfertigkeit, den Gebrauch eines Arms, aber auch die Herz- und Lungenfunktion. Wenn eine der Fähigkeiten wegfällt, erhält der Kunde die vereinbarte Rente. Das ist eindeutig, transparent und spricht auch Menschen an, die womöglich aus Kosten- oder Gesundheits-Gründen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zu gewinnen sind. Plan D ist sehr schnell im Markt angekommen und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.

Wie hat sich die Nachfrage für das Produkt entwickelt?

Wir hatten 2017 aus dem Stand 2500 Anträge, mittlerweile sind es schon über 5000. Das ist das Doppelte von dem, was wir bei Einführung des Produkts erwartet haben. Und ich bin mir sicher: Auf die 10.000. Police werden wir nicht lange warten müssen. Plan D gibt es in drei Varianten: “Die 9” für Denker, “Die 12” für Kümmerer und “Die 15” für Anpacker. Über 70 Prozent der Neukunden wählen die Anpacker-Police und sichern damit alle Fähigkeiten ab, die man bei Plan D einschließen kann. Im Durchschnitt wird eine Monatsrente von 1200 Euro abgesichert. 50 Prozent der Kunden wählen noch mindestens einen Baustein dazu, wobei die beliebtesten Zusätze “Die Psyche” und “Der Führerschein” sind. Dies alles sind deutliche Hinweise darauf, dass Plan D von unseren Vermittlern und ihren Kunden als wirksame und ernstzunehmende Arbeitskraftabsicherung angenommen wird.

Gibt es besondere Trends, die Sie im Bereich Arbeitskraftabsicherung feststellen?

Ja, es zeichnet sich aus unserer Sicht ein Trend ab, Produkte “unterhalb” der BU, wie zum Beispiel Grundfähigkeitsversicherungen, nicht als zweitklassig zu behandeln, sondern auch hier die Vorteile zu nutzen und entsprechend zu beraten. Viele Vermittler erkennen, dass sie mit diesen Produkten insbesondere dem Kunden mit kleinerem Budget oder höherem Berufsrisiko eine angemessenere Rentenhöhe anbieten können, womit aus meiner Sicht auch ein wichtiges Beratungsziel erreicht ist. Wir forcieren deshalb beide Lösungen und bieten innerhalb der Volkswohl-Gruppe sowohl die Berufsunfähigkeitsversicherung als auch die Grundfähigkeitsversicherungen Plan D und “Existenz” an.

Der Vorwurf, Vermittler würden sich zu sehr auf die klassische BU konzentrieren und Berufstätige so nicht adäquat absichern, ist also nicht berechtigt?

Das können wir gar nicht feststellen. Unsere Vertriebspartner sehen den Wert, den “Existenz” und “Plan D” für ihre Beratung haben, und nehmen auch diese Produkte extrem gut an.

Seite zwei: Die Bedeutung von Social Media

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1 Kommentar

  1. Nehmen wir an, wir könnten alle Personen der sogenannten Zielgruppe mit einer ausreichend hohen Grundfähigkeitsversicherung absichern. Hätten wir damit das Problem der ungenügenden Arbeitskraftabsicherung gelöst? Oder würden die meisten dieser Versicherten trotzdem keinerlei Leistungen erhalten und vom sozialen Abstieg bedroht sein?

    Der Volkswohl Bund könnte uns sicherlich statistische Zahlen bezüglich Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit und dem Verlust von Grundfähigkeiten liefern. Doch dann würden wir vermutlich feststellen, dass Grundfähigkeitsversicherungen zur finanziellen Absicherung der Arbeitskraft nur drittklassig sind!

    Kommentar von Gerd Kemnitz — 23. April 2018 @ 13:01

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