„Es gibt nur eine echte Alternative zur BU“

Dr. Helmut Hofmeier, Vorstand Leben im Continentale Versicherungsverbund, sprach mit Cash. über das Image der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) in der Bevölkerung, BU-Alternativen und die Möglichkeit einer staatlich finanzierten BU.

Dr Helmut Hofmeier Continentale
Dr. Helmut Hofmeier: „Sich gar nicht zu schützen, ist die schlechteste Lösung.“

Cash.: In der Presse wird des Öfteren über Fälle berichtet, in denen Arbeitnehmer mit BU-Police berufsunfähig wurden und der Versicherer sich weigerte zu zahlen. Hat die BU ein Imageproblem?

Hofmeier: Möglicherweise. Allerdings schreibt kaum jemand über die zigtausend Fälle jährlich, in denen eine BU-Rente problemlos gezahlt wird. Das Vorurteil, dass der Versicherer im Ernstfall nicht zahlt, stimmt einfach nicht. Wie unsere Erfahrungen zeigen, können in vielen Fällen die Experten den Anspruch gar nicht prüfen, da sich der Versicherte nach dem ersten Kontakt nicht mehr meldet.

Bei den geprüften Anträgen erhalten bei der Continentale rund 75 Prozent der Versicherten eine Zahlung. In den anderen Fällen dürfen wir nicht zahlen, weil der Kunde nicht berufsunfähig ist oder bei Antragstellung nicht aufrichtig war. Eine Zahlung in diesen Fällen ginge zulasten der Versichertengemeinschaft. Das wäre nicht hinnehmbar. Deshalb legen wir so viel Wert auf Service, sowohl bei Antragstellung als auch im Leistungsfall.

Maßgeblich ist, dass wir unsere Kunden nicht unnötig belasten wollen. Wer seinen Beruf plötzlich nicht mehr ausüben kann, hat andere Sorgen, als sich mit seiner Versicherung herumzuschlagen.

Die größte Hürde ist wohl der Leistungsantrag. Auf Wunsch hilft ein Experte daher beim Ausfüllen des Fragebogens – entweder telefonisch oder direkt vor Ort beim Kunden. Dieser erklärt ihm außerdem genau, worauf er achten und was er einreichen muss. Damit haben wir bisher sehr positive Erfahrungen gemacht.

Speziell die Beantragung einer BU gilt als kompliziert, was potenzielle Kunden häufig abschreckt. Wie gehen Sie mit dieser Problematik um?

Die Ergebnisse unserer BU-Studie zeigen, dass die Hemmnisse, eine BU-Vorsorge abzuschließen, woanders liegen: Die Menschen schätzen ihr persönliches Risiko falsch ein und kennen die Ursachen nicht. Die Gefahr, insbesondere durch Unfälle berufs- oder erwerbsunfähig zu werden, wird deutlich übersch.tzt. Sie spielen mit vier Prozent aber eine untergeordnete Rolle. Die Hauptursache sind psychische Erkrankungen. Das wissen aber die wenigsten.

Der Vermittler muss also den Kunden zunächst für das BU-Risiko sensibilisieren und das Produkt erklären. Um die Angst vor dem Fall der Fälle zu nehmen, geben wir dem Versicherten direkt bei Abschluss ein einzigartiges Serviceversprechen für den Leistungsfall. Darin sichern wir ihm zu, dass wir innerhalb von 48 Stunden reagieren, sobald er uns über seine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit informiert hat.

Wir bündeln Nachfragen und bearbeiten alle Unterlagen innerhalb von vier Wochen abschließend. Während dieser Zeit hat der Kunde immer nur einen festen Ansprechpartner. Dieser steht ihm bei allen Fragen zur Seite. Generell tun wir alles, damit der Betroffene im Falle einer BU schnell seine Rente erhält.

Seite zwei: „Es gibt nur eine echte Alternative zur BU“

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