5. September 2018, 10:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Provinzial Rheinland und NordWest wollen fusionieren – Verdi alarmiert

Sie haben es des Öfteren ins Auge gefasst, nun rückt eine Fusion der zur Sparkassenfinanzgruppe gehörenden Provinzial-Versicherungen Rheinland und NordWest näher. Die Anteilseigner der Provinzial Rheinland Versicherungen mit Sitz in Düsseldorf und des Provinzial NordWest Konzerns, Münster, haben sich auf einen gemeinsamen Vorschlag für eine mögliche Fusion verständigt, teilten beide Unternehmen mit.

 

Pressefoto Provinzial-NordWest in Provinzial Rheinland und NordWest wollen fusionieren - Verdi alarmiert

Sitz der neuen Holding soll Münster werden. In Düsseldorf, dem Sitz der Provinzial Rheinland, soll der gemeinsame Sachversicherer beheimatet sein.

Eine Fusion sei im Interesse beider. Vor dem dem Hintergrund, dass die typischen Fusionsrisiken im Vergleich zu ähnlichen Projekten als geringer eingeschätzt werden, da beide im Rahmen einer Fusion zu verschmelzenden größten Kompositgesellschaften, Westfälische Provinzial und Provinzial Rheinland, in Westfalen und im Rhein- and bereits heute unter der bestehenden einheitlichen Marke in überschneidungsfreien Vertriebsregionen operieren.

Fusion zum 1. Januar 2019

Der Vorschlag, der eine Fusion zum 1. Januar 2019 zum Ziel hat, solle in Kürze den Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Beide Unternehmen haben insgesamt mehr als 5000 Mitarbeiter. Durch eine Fusion der beiden Häuser entstünde der größte öffentliche Sach- und Lebensversicherer mit einem Beitragsvolumen von fast sechs Milliarden Euro.

Die Holding des fusionierten Instituts soll in Münster und der Sitz des gemeinsamen Sachversicherers mit dem Vertriebsgeschäft in Düsseldorf angesiedelt werden. In Kiel soll der Sitz einer Lebensversicherung und der Provinzial Nord Brandkasse AG sein. Die Aktivitäten in Rheinland-Pfalz, insbesondere in der Hauptniederlassung Koblenz, sollen beibehalten und nach Möglichkeit ausgebaut werden.

Anteilseigner der beiden Unternehmen sind Sparkassenverbänden und kommunale Landschaftsverbände. In der Vergangenheit hatte es mehrere Anläufe zu einer Provinzial-Fusion gegeben, die scheiterten.

Die Gewerkschaft Verdi hat Widerstand gegen die Fusionspläne für die zur Sparkassenfinanzgruppe gehörenden Provinzial-Versicherungen angekündigt. “Wir müssen zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgehen, dass wir die Unterstützung der Belegschaften zur Wahrung und Durchsetzung der Beschäftigteninteressen im Falle einer Fusion benötigen – bevor Tatsachen geschaffen werden”, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Frank Schischefsky am Mittwoch.

Personalabbau dürfe nicht Ziel einer Fusion sein. Der öffentliche Auftrag sowie die Regionalität müssten gesichert sein. Die Gewerkschaft kritisierte, trotz fortschreitender Verhandlungen nicht beteiligt zu werden. (dpa-AFX/dr)

Foto: Provinzial NordWest

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Ruhestand: Wohin mit den Rücklagen?

Einer aktuellen Umfrage der Postbank zufolge haben sich 62 Prozent der deutschen Rentner ein finanzielles Polster für den Lebensabend aufgebaut. Wie legt man diesen Vorrat im Alter am besten an und wie verbraucht man ihn sinnvoll?

mehr ...

Immobilien

Baubranche: Boom setzt sich fort – Genehmigungen stagnieren

Im deutschen Bauhauptgewerbe geht die gute Konjunktur weiter. Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Januar registrierten die Betriebe im Februar den höchsten jemals gemessenen Neuauftragswert für diesen Monat.

mehr ...

Investmentfonds

EY: Dax-Konzerne verdienen insgesamt weniger

Die Konjunkturabkühlung hinterlässt Spuren in den Bilanzen der deutschen Börsenschwergewichte. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY.

mehr ...

Berater

“Kaiser ohne Kleider”: Kritik an Scholz nach geplatzter Fusion

Für Olaf Scholz (SPD) ist es eine mehr als unangenehme Nachricht: Die Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank ist geplatzt – ein Projekt, für das sich der Finanzminister ungewöhnlich weit aus dem Fenster gelehnt hatte.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt Direktinvestments in Paraguay

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Angebote von Vermögensanlagen in Deutschland über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Edelholzbäumen untersagt. Anbieter ist die NoblewoodGroup.

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...