Softbank und Swiss Re finden nicht zusammen – Keine Beteiligung

Das japanische Beteiligungs- und Technologieunternehmen Softbank steigt nicht beim Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re ein. Beide Parteien haben sich auf ein Ende der Gespräche über eine Minderheitsbeteiligung der Japaner geeinigt, wie die Swiss Re am Montag in Zürich mitteilte.

Der Munich-Re-Konkurrent will seine Technologie-Strategie jetzt mit konzerneigenen Ressourcen sowie Partnerschaften verfolgen.

Zuletzt hatten bereits die Nachrichtenagentur Bloomberg und die Zeitung „Financial Times“ über ein Aus der Gespräch berichtet. Der Munich-Re-Konkurrent will seine Technologie-Strategie jetzt mit konzerneigenen Ressourcen sowie Partnerschaften verfolgen, hieß es.

Dabei werde auch weiter die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Softbank geprüft. Zu einer Minderheitsbeteiligung kommt es aber nicht. Damit war zu rechnen, nachdem es in Berichten geheißen hatte, dass die Japaner daran kein großes Interesse mehr haben.

Softbank hätte großes Kundenpotenzial

Die beiden Unternehmen hatten im Februar mitgeteilt, mit den Japanern über eine Partnerschaft verbunden mit einer Minderheitsbeteiligung von Softbank an der Swiss Re zu sprechen.

Zunächst wurde über eine Beteiligung im Umfang von rund einem Drittel spekuliert, später war von einem Viertel die Rede. Anfang April ging die Swiss Re dann offiziell davon aus, dass sich Softbank mit höchstens zehn Prozent beteiligen und die Aktien dazu am Markt kaufen werde.

Für eine Kooperation hatte sich Swiss Re vor allem aufgrund des großen Kundenpotenzials der Firmen des japanischen Konglomerats interessiert. Softbank bekundete vor allem Interesse an den großen Datenmengen des Schweizer Rückversicherers. (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance

 

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