10. April 2018, 13:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bafin will Provisionen begrenzen

Die Finanzaufsicht Bafin will Höchstgrenzen für die Belastung der Kunden in der Lebensversicherung durch Vertriebskosten durchsetzen. Im Klartext heißt das, es soll eine Obergrenze für Provisionen geben.

Grund Bafin in Bafin will Provisionen begrenzen

Den Vorschlag hat Frank Grund, Chef der Versicherungsaufsicht der Bafin, auf einer internen Tagung der Branche unterbreitet.

Versicherer sollen danach künftig regulär höchstens 2,5 Prozent der insgesamt vom Kunden während der Laufzeit eines Vertrages zu zahlenden Beiträge für Provisionen an Makler und Vertriebsorganisationen ausgeben dürfen, heißt es in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ).

Weitere 1,5 Prozent dürften Versicherer aufgrund vorher festgelegter Qualitätskriterien vom Kundenkonto wegüberweisen: Vermittler mit einer geringen Kündigungsquote und wenig Beschwerden kämen so auf insgesamt vier Prozent Entgelt für ihre Dienste.

Bafin bestätigt Bericht

Wenn der Versicherer einem Vermittler darüber hinaus Dienstleistungen für IT, Marketing oder anderes vergütet, dürfe das die Summe nicht übersteigen, die ein fremder Dienstleister verlangen würde.

Den auf Änderungen im Versicherungsaufsichtsgesetz basierenden Vorschlag habe Frank Grund, Chef der Versicherungsaufsicht der Bafin, auf einer internen Tagung der Branche unterbreitet. Die Bafin habe dies bestätigt, schreibt die “SZ”.

Der Vorstoß kommt im Vorfeld der in diesem Jahr anstehenden Überprüfung und Bewertung der Wirkweise des LVRG. Bereits im Mai ist ein entsprechender Bericht des Bundesfinanzministeriums zu erwarten. Die Abschlusskosten sind zwar seit Einführung des LVRG von 7,6 auf 6,8 Milliarden Euro in 2017 gesunken. Dies sei jedoch offensichtlich keine ausreichende Reduzierung. (kb)

Foto: Bafin

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Psyche ist immer häufiger Hauptgrund für Berufsunfähigkeit

Psychische Störungen sind Ursache Nummer eins für Berufsunfähigkeit und der Anteil nimmt weiter zu. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Debeka hervor. Dafür hat der viertgrößte Lebensversicherer in Deutschland seinen Bestand von etwa 522.000 gegen Berufsunfähigkeit Versicherten ausgewertet. Berücksichtigt wurden dabei die im vorigen Jahr rund 1.000 neu eingetretenen Leistungsfälle.

mehr ...

Immobilien

Senioren-Immobilien: Betreiber erobern den Markt zurück

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat sich am Markt für Senioren-Immobilien der Trend des letzten Jahres weiter verfestigt: Die Übernahmen von Betreibergesellschaften durch Private Equity-Gesellschaften sind deutlich zurückgegangen, die Zahl der Betreiber-Transaktionen ist stark gestiegen.

mehr ...

Investmentfonds

„Das Unternehmen ist das entscheidende Investment“

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China scheint beinahe täglich größere Kreise zu ziehen und Anleger immer stärker zu verunsichern. Cash. sprach mit Thomas Lehr, Kapitalmarktstratege beim Vermögensverwalter Flossbach von Storch, wie sich Anleger jetzt verhalten sollen und welcher Ausgang des Konflikts realistisch ist.

mehr ...

Berater

Über 21.000 Investment-Fachleute weltweit bestehen CFA Program

CFA Institute, der führende globale Berufsverband für die Investmentbranche, gibt bekannt, dass 56 Prozent der insgesamt 38.377 KandidatInnen weltweit im Juni 2019 die dritte und letzte Prüfung des CFA Program bestanden haben. Abhängig vom Nachweis der erforderlichen Berufserfahrung sind sie damit berechtigt, die begehrte Auszeichnung als CFA Charterholder zu führen. Die KandidatInnen werden heute über ihre Ergebnisse informiert. Derzeit sind über 167.000 Investment-Fachleute weltweit als CFA Charterholder qualifiziert.

mehr ...

Sachwertanlagen

Real I.S. verlängert Mietvertrag mit BARMER Krankenkasse für die „TriTowers“ in Hamburg

Die Real I.S. AG hat für den geschlossenen Immobilienfonds „Bayernfonds Immobilienverwaltung GmbH & Co. Objekt Hamburg I KG“ den Mietvertrag mit der BARMER Ersatzkrankenkasse in den „TriTowers Bauteil B“ in der Hammerbrookstraße 92 in Hamburg langfristig verlängert.

mehr ...

Recht

Bundesverfassungsgericht billigt Mietpreisbremse

Die 2015 eingeführte Mietpreisbremse ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Sie verstößt weder gegen die Eigentumsgarantie noch gegen die Vertragsfreiheit oder den allgemeinen Gleichheitssatz, wie das Bundesverfassungsgericht entschied. Die Klage einer Berliner Vermieterin und zwei Kontrollanträge des Landgerichts Berlin blieben damit ohne Erfolg. Das teilte das Gericht in Karlsruhe am Dienstag mit.

mehr ...