Verbraucherschützer kritisieren Zusatzversicherungen für Schüler

In Baden-Württemberg werden zu Schuljahresbeginn Versicherungspolicen von den Klassenlehrern an die Schüler verteilt – im Auftrag des Kultusministeriums. Verbraucherschützer halten die Policen für überflüssig, wie „Spiegel online“ berichtet.

Die Schulen behandeln das Angebot meist wie eine Pflichtversicherung.
Die Schulen behandeln das Angebot meist wie eine Pflichtversicherung.

Nach Ansicht von Branchenkennern sei eine Schülerzusatzversicherung kaum notwendig, berichtet das Nachrichtenmagazin auf seiner Homepage. Alle 1,5 Millionen Schüler an den 4.062 allgemeinbildenden und 784 beruflichen Schulen in Baden-Württemberg seien per Gesetz ohnehin unfallversichert. Die meisten Familien hätten auch Haftpflichtversicherungen.

Keinerlei Beratung

Dem Bericht zufolge werden die Eltern von den Lehrern gebeten, den Vertrag inklusive der fälligen Rate (ein Euro pro Schuljahr) wieder abzugeben. „Die Schulen behandeln das Angebot meist wie eine Pflichtversicherung. Dabei ist es das gar nicht“, zitiert „Spiegel online“ Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Die Verbraucherschützer bemängeln auch, dass es keinerlei Beratung beim Verkauf der Versicherung gebe: „Schüler, Eltern und Lehrer werden mit diesem Angebot oft alleine gelassen.“ (kb)

Foto: Shutterstock

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