Vorsorgeförderung: Herbe Kritik für Friedrich Merz

Der Vorstoß von Friedrich Merz (CDU), Aktienkäufe und entsprechende Fondsinvestments von Vorsorgesparern steuerlich zu begünstigen, wird in der Politik heftig kritisiert. Lobende Worte kommen dagegen vom Branchenverband BVI.

Friedrich Merz: Selbst in der eigenen Partei wird sein Vorschlag zur Vorsorgeförderung kritisiert.

Mit seinem Vorschlag einer steuerlich begünstigten, aktienbasierten Altersvorsorge hat Friedrich Merz, der aktuell für den CDU-Parteivorsitz kandidiert, weithin für Skepsis gesorgt.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht den Vorstoß als „milliardenschweren Gefallen für Reiche und vor allem für seine Kollegen bei Blackrock“, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Aktien „aus Steuermitteln subventionieren zu wollen, zeugt von einer billigen Schnorrer-Mentalität der Blackrock-Gruftis“, kritisiert Fabio De Masi, Finanzexperte der Partei „Die Linken“.

Gutes und einfaches Angebot fehlt

Der scheidende Finanzexperte der Grünen-Fraktion Gerhard Schick hält die Grundidee, die Altersvorsorge stärker über produktives Kapital zu organisieren laut Berliner „Tagesspiegel“ zwar für begrüßenswert.

Allerdings fehle es nicht an steuerlicher Förderung, sondern an einem guten und einfachen Angebot, bei dem „nicht Banken und Versicherungen die Hand“ aufhielten.

Selbst in den eigenen Reihen wird Merz‘ Vorschlag kritisiert: So fordert der Arbeitnehmerflügel der CDU eine Stärkung der gesetzlichen Rente statt Steuer-Vorteilen für Kapitalanleger.

Seite zwei: Unterstützung von der FDP

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