6. Dezember 2018, 11:59
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Vorsorgeförderung: Herbe Kritik für Friedrich Merz

Der Vorstoß von Friedrich Merz (CDU), Aktienkäufe und entsprechende Fondsinvestments von Vorsorgesparern steuerlich zu begünstigen, wird in der Politik heftig kritisiert. Lobende Worte kommen dagegen vom Branchenverband BVI.

Vorsorgeförderung: Herbe Kritik für Friedrich Merz

Friedrich Merz: Selbst in der eigenen Partei wird sein Vorschlag zur Vorsorgeförderung kritisiert.

Mit seinem Vorschlag einer steuerlich begünstigten, aktienbasierten Altersvorsorge hat Friedrich Merz, der aktuell für den CDU-Parteivorsitz kandidiert, weithin für Skepsis gesorgt.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht den Vorstoß als “milliardenschweren Gefallen für Reiche und vor allem für seine Kollegen bei Blackrock”, wie die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” berichtet.

Aktien “aus Steuermitteln subventionieren zu wollen, zeugt von einer billigen Schnorrer-Mentalität der Blackrock-Gruftis”, kritisiert Fabio De Masi, Finanzexperte der Partei “Die Linken”.

Gutes und einfaches Angebot fehlt

Der scheidende Finanzexperte der Grünen-Fraktion Gerhard Schick hält die Grundidee, die Altersvorsorge stärker über produktives Kapital zu organisieren laut Berliner “Tagesspiegel” zwar für begrüßenswert.

Allerdings fehle es nicht an steuerlicher Förderung, sondern an einem guten und einfachen Angebot, bei dem “nicht Banken und Versicherungen die Hand” aufhielten.

Selbst in den eigenen Reihen wird Merz’ Vorschlag kritisiert: So fordert der Arbeitnehmerflügel der CDU eine Stärkung der gesetzlichen Rente statt Steuer-Vorteilen für Kapitalanleger.

Seite zwei: Unterstützung von der FDP

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1 Kommentar

  1. Ein Blick nach Frankreich zeigt, dass der Vorschlag von Herrn Merz für die zusätzliche private Vorsorge sehr vernünftig ist: In Frankreich gibt es das sog. Vorsorgekonto bis zu 50 T€ für langfristiges Sparen, dessen Erträge nicht besteuert werden. In anderen Ländern wird für die Altersvorsorge grundsätzlich der Aktienmarkt genutzt – man blicke z.B. auf den großen Fonds für die kalifornischen Lehrer oder auf Norwegen. Wenn also die gesetzliche Rente nicht mehr ausschließlich auf Umlageverfahren & Haushaltszuschüsse setzen würde, sondern teilweise – gerade für die jüngeren Versicherten – auf Kapitaldeckung umgestellt würde, könnte man deren Modelle übernehmen.

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 7. Dezember 2018 @ 12:27

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