5. Juni 2018, 10:31
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Willis Towers Watson: Deutsche Unternehmen unterschätzen Cyberrisiken

Zur Eingrenzung von Cyber-Gefährdungen gehört für die Unternehmen zum einen das Schließen von Sicherheitslücken über IT-Systeme, Cloud-Sicherheitsstrategien (nur teilweise vorhanden) oder die Sensibilisierung von Mitarbeitern – von 92 Prozent als Risikoquelle erkannt. Zum anderen müssen sich Unternehmen aber mit Risikotransferlösungen auseinandersetzen – folglich ist es für zwei Drittel der Unternehmen von Interesse, einen Teil ihrer Cyber-Risiken an eine Versicherung zu transferieren, so die Studie.

Bemerkenswert: 72 Prozent der befragten Unternehmen gaben jedoch an, dass ihnen der Umfang einer Cyber-Versicherung eher oder völlig unklar sei. „Offensichtlich sind vielen Versicherungseinkäufern in Unternehmen die Deckungsbestandteile sehr unklar“, so Sonnleitner. „Dabei ist es wichtig, genau zu wissen, welche Positionen versicherbar sind und wo es eventuell Überschneidungen mit anderen, bereits vorhandenen Versicherungen gibt, etwa mit der Haftpflicht-, der Vertrauensschaden- oder der Ertragsausfall-Versicherung.“

Kaum Kenntnisse bei Cyberpolicen

Es mangelt also in vielen Unternehmen sowohl an den Voraussetzungen für ein Cyber-Risikomanagement als auch an der Kenntnis, was entsprechende Versicherungslösungen angeht. „Dennoch wollen etwa 55 Prozent der Befragten nicht die Expertise externer Dienstleister nutzen, um sich besser abzusichern“, so Sonnleitner. „Der Hauptgrund hierfür ist der Widerwillen, Einblick in die eigenen Daten zu gewähren.“ Um sich gezielt versichern zu können, müssen Organisationen jedoch das Wording und den Umfang ihrer Cyber-Versicherungen verstehen, Deckungsüberschneidungen kennen und Leistungen genau prüfen.

Die fatalen Auswirkungen von Cyber-Angriffen – vor allem Betriebsunterbrechungen, Haftungsrisiken und Reputationsverlust – sind zwar bekannt und den Unternehmen hinreichend bewusst. Was nun folgen muss, ist die konsequente Entwicklung einer Cyber-Risikostrategie und die Absicherung der Restrisiken über Versicherungslösungen. (dr)

Foto: Shutterstock

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