AOK-Chef rechnet mit Spahn ab

2. Mehr Pflegekräfte

Das Pflegepersonalstärkungsgesetz und die Vorschriften über Personaluntergrenzen in Kliniken, die zunächst für die Notfallversorgung, die Kardiologie und die Geriatrie gelten, bezeichnete Hermann in Ulm als „schräge Entwicklung“.

Zwar sei es kein leichtes Unterfangen, festzulegen, wie viele ausgebildete Pflegekräfte auf einer Station mit Herz- oder Alterserkrankungen tags und nachts notwendig seien.

Die Zahl der Schwestern oder Pfleger in den Kliniken zu zählen und nach dem am schlechtesten ausgestatteten Viertel der Häuser einen Schnitt zu machen, um allen Einrichtungen einen Personalschlüssel vorzuschreiben, sei jedoch bedenklich.

3. Kosten

Der AOK-Chef beziffert die Folgen von Spahns Vorgaben auf mindestens fünf Milliarden Euro. Dem stünden Rücklagen der Kassen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro gegenüber.

Trotz des Kostenschubs habe die AOK den Betrag um 0,1 Prozentpunkte gesenkt. Bei einem Bruttolohn von 3.000 Euro seien das nur 1,50 Euro im Monat. „Dafür kriegen Sie kein Schnitzel“, merkt er an und fügt hinzu, die AOK koste dies 90 Millionen Euro.

Ihm zufolge werden die Beiträge 2020 und wohl auch 2021 stabil bleiben. Ohne Namen zu nennen merkte er an, dass dies wohl nicht allen Mitbewerbern gelingen werde.

Seite drei: Paritätischer Beitrag

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